Erste Bezirksschornsteinfegerin im Landkreis Harburg
Nadine Maske ist auf den Dächern zwischen Buchholz und Hollenstedt zuhause

Ihr ist kein Dach zu hoch: Schornsteinfegermeisterin 
Nadine Maske hat nun ihren eigenen Kehrbezirk
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    Nadine Maske hat nun ihren eigenen Kehrbezirk
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bim. Appel/Buchholz. Sie ist die erste und bisher einzige Schornsteinfegermeisterin im Landkreis Harburg mit eigenem Kehrbezirk: Nadine Maske (30) aus Appel (Samtgemeinde Hollenstedt). Seit dieser Woche ist sie zuständig für rund 2.000 Haushalte, u. a. in Sprötze und Trelde sowie in Teilen von Suerhop, Handeloh-Höckel, Drestedt, Dierstorf und Wennerstorf.
Wenn Nadine Maske in ihrer Kluft Menschen begegnet, fangen diese unversehens an zu lächeln und freuen sich, der "Glücksbringerin" zu begegnen. Und sie ist begeistert, auf den Dächern der Region unterwegs zu sein. "Für mich ist das der schönste Beruf der Welt", schwärmt sie.
Als es in der Schule um die Berufswahl ging, wollte Nadine Maske eigentlich zur Polizei. Doch das geplante Praktikum wurde kurzfristig abgesagt. Ein Cousin ihrer Mutter ist Schornsteinfeger und bot der damals 14-Jährigen ein Praktikum an. "Besser als Büro", dachte sie sich und hatte ihre Bestimmung gefunden.
Mit 17 Jahren begann sie ihre Ausbildung in einem Schornsteinfegerbetrieb in Sehnde bei Hannover. Im Jahr 2014 zog sie der Liebe wegen nach Appel. In den vergangenen Jahren war sie bei Schornsteinfegermeister Volker Meyer angestellt und hat nun den Kehrbezirk von Schornsteinfegermeister Dieter Gosler übernommen.
"Es ist so schön, auf dem Dach zu stehen und diese Aussichten zu haben - egal bei welchem Wetter, auch bei Schnee. Man ist ja nicht aus Zucker. Ich habe Kundenkontakte und der Beruf ist abwechslungsreich", erzählt Nadine Maske begeistert, wenn sie nach dem Grund ihrer Berufswahl gefragt wird. Kein Dach ist ihr zu hoch, keine Luke zu klein.
Ihre Arbeitsbereiche unterscheiden sich nach hoheitlichen Aufgaben und freien Tätigkeiten. Zu Ersteren gehöre z. B. die Feuerstättenschau, die binnen sieben Jahren in jedem Haushalt zweimal durchgeführt werden muss. "Bei neuen Heizungen und Kaminen mache ich die Abnahme", erläutert Nadine Maske. Für die hoheitlichen Aufgaben gibt es eine bundesweit gültige Gebührenordnung.
Fürs Fegen und Messen können sich Haus- und Wohnungseigentümer einen Schornsteinfeger ihrer Wahl nehmen. Die Preise dabei richten sich nach Arbeits- und Materialaufwand.
Zu Nadine Maskes vielfältigem Beruf gehört aber weit mehr, u. a. die Energieberatung und der Einbau von Rauchmeldern. Neben technischem Verständnis muss sie auch viel über rechtliche Vorgaben wissen, u. a. über das Bundes-Immissionsschutzgesetz, die Kehr- und Überprüfungsordnung, Bauordnung oder die Technischen Regeln für Gasinstallationen.
Wer mit dem Gedanken spielt, Schornsteinfeger zu werden, dem rät Nadine Maske zu einem Praktikum, um auszuloten, ob man der Höhe gewachsen ist. Außerdem sollte ein Interesse an Mathematik, Physik und Chemie vorhanden sein.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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