(bim). Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet TSO GmbH, der die Gleichstromtrasse "Suedlink" von Wilster in Schleswig-Holstein bis ins bayerische Grafenrheinfeld plant, um Windenergie von Offshore-Anlagen in der Nordsee nach Süddeutschland zu leiten, muss nachbessern. Das hat die Bundesnetzagentur jetzt mitgeteilt.
Wie berichtet, sollte die Vorzugstrasse, die "A1-A27-Trasse“, über Dollern, Brest, Ahlerstedt, Heeslingen, Scheeßel, Sottrum, Hassendorf, Kirchlinteln und Walsrode führen. Nachdem es dort Proteste gab, präsentierte Tennet Alternativtrassen, von denen vier den Landkreis Harburg kreuzen würden:
• Moisburg – Heidenau – Wistedt – Königsmoor („Heidenau-Korridor)
• Elstorf – Eversen-Heide – Rade – Sprötze – Welle – Wintermoor („B3-Korridor“)
• Elstorf – Dibbersen – Nenndorf – Eckel – Klecken – Lindhorst – Ramelsloh – Pattensen – Luhdorf – Radbruch („Ost-Korridor“)
• Elstorf – Dibbersen – Nenndorf – Eckel – Klecken - Lindhorst – Ramelsloh – Marxen – Brackel – Tangendorf – Toppenstedt – Garlstorf – Egestorf – Evendorf („A7-Korridor“).
Während es bei der Vorzugstrasse einen breiten Bürgerbeteiligungsprozess gab, fand dieser im Landkreis Harburg nicht statt.
Gemäß des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes (NABEG) müsste der von Tennet gestellte Antrag neben einem Vorschlag für den Verlauf eines Trassenkorridors und in Frage kommenden Alternativen auch die erkennbaren Umweltauswirkungen und zu bewältigende raumordnerische Konflikte berücksichtigen.
Die Bundesnetzagentur erwartet bei der Überarbeitung des Antrages eine detailliertere Begründung. Außerdem müssten die Alternativtrassen, die sich aus dem Öffentlichkeitsdialog ergeben haben, nach derselben Vorgehensweise geprüft werden wie die von Tennet ermittelten Korridore.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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