In Tostedt
Ungewollte Adressänderung sorgt weiter für Ärger

Blaulicht
Schon wieder wurden in der Umkleidekabine von Bundesliga-Handballerinnen Kameras versteckt (Symbolfoto)

Spielerinnen finden Kameras in Umkleidekabine
Weiterer Spannerskandal in der Handball-Bundesliga

os. Buchholz/Metzingen. Die Handball-Bundesliga der Frauen wird erneut durch einen Spannerskandal erschüttert: Spielerinnen der TuS Metzingen haben Anfang dieser Woche zwei Kameras im Umkleideraum der Öschhalle in der 23.000-Einwohnerstadt in Baden-Württemberg entdeckt. Erst vor einer Woche war ein ähnlicher Fall beim Ligakonkurrenten Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten bekannt geworden, der den Handballsport in den Grundfesten erschüttert hatte (das WOCHENBLATT berichtete). Parallele in...

Service

Weiterer Corona-Todesfall
Gesamtzahl der gemeldeten Corona-Fälle im Kreis Stade klettert auf über 12.000

jd. Stade. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Stade ist am Freitag, 21. Januar, auf 567,3 gestiegen. Die Inzidenzen in den anderen Landkreisen in der Region zwischen Elbe und Weser sind sogar noch etwas höher. Der Landkreis Harburg hat jetzt sogar die 1.000er-Marke überschritten. Aktuell sind im Landkreis Stade 1.558 Personen mit dem Coronavirus infiziert (positiver Corona-Test). Innerhalb von 24 Stunden wurden 259 Neuinfektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der seit Pandemie-Beginn...

Panorama

Schulklassen in häuslicher Isolation
Wegen Omikron: Droht den Schulen doch wieder die Schließung?

(ts). Mit Auftauchen der Omikron-Virusvariante hat sich der Landkreis Harburg zum Corona-Hotspot entwickelt. In Städten und Gemeinden steigen die Inzidenzen mittlerweile auf über 1.000. Besonders an Grundschulen ist die Lage angespannt, weil erst wenige Kinder geimpft sind. An der Grundschule Maschen (230 Schüler und Schülerinnen) zum Beispiel waren in einer Woche vier Schulklassen jeweils nach dem positiven PCR-Testergebnis eines Kindes in Selbstisolation - Dimensionen, die im Schulalltag...

Wirtschaft
Der geplante Surfpark soll nicht nur von ambitionierten Sportlern genutzt werden. Er soll auch ein attraktives Freizeitangebot für alle Altersgruppen sein
Aktion

Nachhaltig oder umweltschädlich?
Ein umstrittenes Projekt: Der geplante Surfpark in Stade - Stimmen sie online ab!

Nehmen Sie am Online-Voting teil. Das WOCHENBLATT möchte Ihre Meinung erfahren, liebe Leserinnen und Leser. Wie denken Sie über das Thema? jd. Stade. Er gehört zu den ungewöhnlichsten Bauprojekten, die im Landkreis Stade jemals geplant bzw. umgesetzt wurden: der Surfpark, der im Süden Stades auf einem bisherigen Maisacker der landwirtschaftlichen Genossenschaft Raisa (vormals Stader Saatzucht) entstehen soll. Wie berichtet, stößt das ehrgeizige Bauvorhaben der Brüder Jan und Dirk Podbielski aus...

Wirtschaft
Die Visualisierung zeigt das futuristische Gebäude des "BREAK"-Autohofs
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Hotel, Restaurants und Raststätte
Evendorf: Autohof der Zukunft soll Anfang 2023 fertig sein

as. Evendorf. Das Fundament liegt bereits: Die Arbeiten am Autohof an der A7-Abfahrt Evendorf schreiten voran. Laut Thorsten Neumann, Projektentwickler der Nanz-Gruppe, sollen Hotel, Restaurants und Rastanlage im Frühjahr 2023 eröffnet werden. Nach Workshops mit Bürgern, Politik, Verwaltung und Investor wurde im vergangenen Jahr die Änderung des Bebauungsplanes „Thaneberg, Döhle/Evendorf“ beschlossen. Wie berichtet, investiert die Nanz-Gruppe rund 20 Millionen Euro, um auf rund 15 Hektar unter...

Sport
Beim  "Gipfel der Quizgiganten" trat die 15-Jährige u.a. gegen Guido Cantz an
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"Gipfel der Quizgiganten"
Tostedter Tischtennis-Ass Mia im TV

(bim). Mia Griesel hat eine schlagfertige Rückhand - das bekamen am Montag die TV-Größen Günther Jauch, Johannes B. Kerner und Guido Cantz zu spüren. Das 15-jährige Tischtennis-Ass des MTV Tostedt war in der TV-Show "Gipfel der Quizgiganten" auf RTL zu sehen. Die Gymnasiastin und Schülerin des Sportinternats Hannover musste aber keine kniffligen Fragen beantworten, sondern begeisterte das TV-Publikum mit ihrem sportlichen Können. Ergebnis: Gegen die zweifache...

Panorama
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Corona-Zahlen im Landkreis Harburg am 21. Januar
Mittlerweile sechs Kommunen mit einer Inzidenz über 1.000

(thl). Die Corona-Zahlen im Landkreis Harburg steigen weiter an: Am heutigen Freitag, 21. Januar, haben bereits sechs Kommunen eine Inzidenz von über 1.000. Die Inzidenz für den Landkreis Harburg stieg gegenüber dem Vortag um 107,8 auf jetzt 1117,5. Insgesamt 2.861 (+276) neue Fälle wurden in den vergangenen sieben Tagen registriert. Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz ist von 5,9 auf 6,1 gestiegen. Die Intensivbettenbelegung blieb bei 4,9 Prozent. Seit dem Ausbruch der Pandemie haben...

Panorama
Die meisten Ärzte sind laut der Ärztekammer geimpft, ob es im März zu Personalmangel kommt, bleibe abzuwarten

Ahlerstedt
Hausarzt schmeißt wegen Impfpflicht und Pharmaindustrie hin

sv. Ahlerstedt. Noch knapp zwei Monate haben ungeimpfte Mitarbeiter in Arztpraxen, Kliniken, Betreuungseinrichtungen und in der Pflege Zeit, sich gegen Corona impfen zu lassen, bevor am 16. März die einrichtungsbezogene Impfpflicht greift. Was in vielen Einrichtungen bereits jetzt zu Personalmangel führt, hat Hausarzt Dr. Jens Wagner in Ahlerstedt (Landkreis Stade) sogar dazu gebracht, seine ärztliche Tätigkeit zu beenden: Noch bis Anfang Juni will er in der Praxisgemeinschaft mit Dr. Nicole...

Panorama
Jenny Elvers, ehemalige Heideblütenkönigin aus 
Amelinghausen, beim Promibacken

Amelinghausen
Ex-Heideblütenkönigin Jenny Elvers beim Promibacken

(sv/nw). Seit ihrer Krönung zur Heideblütenkönigin in Amelinghausen im Jahr 1990 hat Jenny Elvers sich beim Dschungelcamp, Big Brother und jetzt beim SAT.1-Promibacken im Reality-TV einen Namen gemacht. Dabei sieht Elvers sich selbst eher als eine gute Köchin denn als Bäckerin. Vor der Show war sie eine absolute Backanfängerin, Kuchen und Torten gab es nur vom Bäcker. Ihre einzige Annäherung an die Welt des Backens war das Plätzchenbacken mit ihrem Sohn. Weil sie aber so ein großer Fan der...

bim. Wistedt. Jutta Höppner-Bendig ist eine freundliche und geduldige Frau. Als sie vor zweieinhalb Jahren eine neue Adresse bekam, ohne umgezogen zu sein, nahm sie es noch ein Stück weit mit Humor. Aber nun platzt ihr buchstäblich der Kragen: Seit der Rat der Gemeinde Wistedt die Umbenennung mehrerer Straßen beschlossen hat, wird sie von Versorgern und Paketboten häufig nicht gefunden. Kurz vor Weihnachten wandte sie sich mit einem Brief an Wistedts Bürgermeister Sven Bauer: "Die Änderung meiner Anschrift von Huthscher Weg 12 in Wümmer Trift 3 bringt mir seit nunmehr über zwei Jahren nichts als Ärger ein", teilt sie ihm darin u.a. mit.
Im Mai 2019 die
Änderungen beschlossen

Rückblick: Der Rat der Gemeinde hatte im Mai 2019 den Beschluss gefasst, die Straßen im Bereich Wümme neu zu benennen - in Am Hermannshof, Wümmer Hauptstraße, Wümmer Moorweg, Alter Postweg und Wümmer Trift. Und hielt es für ausreichend, diese Information in die Bekanntmachungskasten zu hängen. Jutta Höppner-Bendig und ihr Nachbar wurden erst darauf aufmerksam, als im folgenden Oktober Bauhofmitarbeiter die Straßenschilder austauschten.
Bürgermeister Bauers damalige Erklärung für die Namensänderung gegenüber dem WOCHENBLATT: "Die Adressen im Ortsteil Wümme waren nicht nachvollziehbar durch Nummerierungen, die nicht aufsteigend, sondern historisch bedingt vorgenommen worden waren. Die Nummern erstreckten sich durcheinander über mehrere Straßen. Um ein zeitgerechtes Auffinden von Notfallorten in Wümme sicherzustellen, hat sich der Rat der Gemeinde Wistedt entschlossen, die Straßen umzubenennen. Auf dieser Basis hat dann die Verwaltung der Samtgemeinde Tostedt die Neuzuordnung der Hausnummern durchgeführt."
Eher Gutsherrenart
als Demokratie

Jutta Höppner-Bendig zeigt dafür nur bedingt Verständnis: "Die fortlaufende Nummerierung für Wümme zur besseren Auffindbarkeit zu ändern, kann ich zwar nachvollziehen, aber das hat absolut nichts mit meiner Anschrift zu tun! Die Art und Weise, wie die Gemeinde Wistedt hier vorgegangen ist, hat eher etwas mit Gutsherrenart als mit Demokratie zu tun. Die betroffenen Bürger hätten wenigstens vor der Beschlussfassung informiert werden können", meint sie. Außerdem wohne sie nicht in Wistedt, auch wenn sie keine Logik darin sehe, "dass in einem Weg, in dem zwei Häuser stehen, das eine, nämlich Nummer 8, zur Gemeinde Wistedt, und mein Haus mit der Nummer 3 zu Tostedt gehört."
Probleme begannen kurz
nach der Umbenennung

Die Probleme aufgrund der Straßenumbenennung begannen kurz nach dem Ratsbeschluss. "Ich hatte online ein Schild mit dem neuen Straßenamen und der neuen Hausnummer bestellt, um meinen Pflichten als Grundstückseigentümer nachzukommen", berichtet Jutta Höppner-Bendig. Das Paket war laut Sendungsverfolgung zugestellt worden, kam aber nie bei ihr an. Stattdessen erhielt sie einen Anruf von einem Arzt aus Tostedt, der seine Praxis Unter den Linden (B75) hat. Dort war das Paket abgegeben worden. "Der Arzt machte sich dankenswerterweise die Mühe, mich auf Facebook zu suchen und mich zu informieren", sagt Jutta Höppner-Bendig.
Im Oktober 2019 erhielt sie Post von der Samtgemeinde Tostedt. Sie wurde gebeten, die Adresse in ihrem Ausweis im Bürgerbüro bis zum 30. Oktober ändern zu lassen. Auch in der Verwaltung sorgte die Adressänderung ganz offensichtlich für Verwirrung: "In dem Umschlag steckten außerdem zwei Dokumente für Bewohner der Anschrift 'Am Hermannshof', früher 'Wümme 5'", berichtet Jutta Höppner-Bendig. Sie zählt weitere Probleme auf:

  • "Bei Google musste ich die Änderung selbst vornehmen, weil die neue Anschrift sonst in vielen Navigationsgeräten immer noch nicht existieren würde.
  • Bei der Anmeldung im Impfportal Niedersachsen konnte die Anschrift nicht eingegeben werden. Sie existierte einfach nicht! Also erfolgte die Anmeldung über die alte Anschrift.
  • Bei DHL Paket/Post wollte ich ein Konto einrichten. Das war nicht möglich, weil die Anschrift nicht gefunden werden konnte.
  • Online-Bestellungen oder die Korrespondenz mit Versicherern sind teilweise nur unter der alten Anschrift möglich.
  • Pakete gehen häufig zurück an den Absender, weil sie an die Adresse 'Triftstraße 3' in Tostedt geschickt wurden."
  • Das jüngste Ärgernis: "Drei Pakete, u.a. mit Weihnachtsgeschenken für meine Enkelkinder, sind hier nicht angekommen."

Die Rentnerin schimpft: "Man fühlt sich veräppelt und kann nichts machen." Allen Versicherungen und Stellen, mit denen sie korrespondiere, habe sie die Adressänderung nach und nach mitgeteilt. Außerdem schickt sie, wenn ihr nicht geglaubt wird, eine Kopie des Protokolls der besagten Wistedter Ratssitzung mit.
Zumindest bei Google-Maps ist Jutta Höppner-Bendigs Haus inzwischen unter beiden Straßennamen zu finden. Bleibt zu hoffen, dass die Adresse bald auch den Weg in die Navigationsgeräte von Versorgern und Dienstleistern findet.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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