alt-text

++ A K T U E L L ++

Rasante Zunahme: Immer mehr gefälschte Impfausweise

Erneut keine Einigkeit in der Debatte um das Tostedter Freibad

2Bilder

Das könnte Sie auch interessieren:

Service
Die Rauchmelder müssen richtig installiert werden
Video 2 Bilder

Leben retten mit Rauchmeldern
Gefahr! Knapp die Hälfte aller Haushalte in Niedersachsen hat falsch installierte oder gar keine Rauchmelder

In Niedersachsen sind nur 13 Prozent aller Haushalte optimal mit Rauchmeldern geschützt, 45 Prozent erfüllen lediglich den Mindestschutz. Weitere 16 Prozent haben die Rauchwarnmelder falsch installiert und wiegen sich in trügerischer Sicherheit. Besonders alarmierend: 26 Prozent der Haushalte in Niedersachsen sind komplett ohne Rauchwarnmelder. Das hat jetzt die Auswertung einer im Jahr 2020 durchgeführten Felderhebung des Landesinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks ergeben. Rund 70...

Politik
Partnerschaft für Hochwasserschutz (v.li.): Lutz Krob, Landrat Michael Roesberg, Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt, Landrat Rainer Rempe und Edgar Nehlsen

Gutachten mit konkreten Projekten ist fertig
Ein Maßnahmenpaket gegen Este-Hochwasser

tk. Buxtehude. Wenn Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt und die beiden Landräte Michael Roesberg (Landkreis Stade) und Rainer Rempe (Landkreis Harburg) unisono von einem "Meilenstein" sprechen, muss das Ereignis Gewicht haben: Am Mittwoch wurde im Buxtehuder Stadthaus die Endfassung des Hochwasserschutzkonzeptes Este übergeben. 16 Este-Anrainer wirken mit, Hamburg eingeschlossen, und wollen gemeinsam am Ober- wie am Unterlauf mit einem aufeinander abgestimmten Maßnahmenpaket die...

Panorama
Beim Kreisordnungsausschuss 2019 protestierten die Tierschützer im Kreishaus, darunter auch Uwe Gast (5. v. li.), einer der unermüdlichen Mahnwachen-Teilnehmer
5 Bilder

Erfolg für die Tierschützer
Ex-Horror-Labor will alle Tierversuche einstellen

(bim). Rund zwei Jahre ist es her, dass die "Soko Tierschutz" im damaligen Tierversuchslabor Laboratory of Pharmacology and Toxicology (LPT) in Mienenbüttel furchtbare Tier-Misshandlungen öffentlich gemacht hat. Die grausamen Bilder von gequälten Hunden, Katzen und Affen gingen um die Welt und führten zu den größten Protesten der deutschen Tierschutzgeschichte. Im Januar 2020 hatte der Landkreis Harburg dem Labor in Mienenbüttel die Betriebserlaubnis entzogen. Jetzt hat das ehemalige LPT, das...

Sport
Caroline Müller-Korn spielt nicht mehr für die Buxtehuder Bundesliga-Handballerinnen

Stillschweigen über die Gründe vereinbart
BSV und Caroline Müller-Korn trennen sich

nw/tk. Buxtehude. Handball-Bundesligist Buxtehuder SV und die Spielerin Caroline Müller-Korn haben sich mit sofortiger Wirkung getrennt. Beide Seiten sehen keine Basis mehr für eine weitere Zusammenarbeit. Darüber hinaus haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Caroline Müller-Korn kam zur Saison 2020/21 zum Buxtehuder SV. Die Spielmacherin erzielte in 20 Bundesliga-Spielen für den Verein 83 Tore, davon 54 Siebenmeter. Zuvor spielte sie in der Bundesliga von 2014 bis 2017 für den VfL...

Blaulicht
Die Zahl beschlagnahmter gefälschter Impfausweise im Landkreis Stade steigt rasant

Polizei im Kreis Stade ist alarmiert
Rasante Zunahme: Immer mehr gefälschte Impfausweise

tk. Stade. Je strenger die Corona-Regeln werden, desto mehr  Betrüger werden aktiv. "Die Zahl der gefälschten Impfpässe im Landkreis Stade hat in den vergangenen zwei Wochen rasant zugenommen", sagt Polizeisprecher Rainer Bohmbach. Die Dunkelziffer dürfte noch deutlich höher sein. Aus den bisherigen Ermittlungen weiß die Polizei: Es sind vor allem Impfunwillige, die um die Kosten für Tests bei den 3G-Regeln herumkommen oder aber die 2G-Regeln (genesen oder geimpft) betrügerisch umgehen wollen....

Panorama
2 Bilder

Zwischenruf
Eine Entschuldigung fehlt

Julian Reichelt muss seinen Posten als BILD-Chefredakteur räumen - diese Nachricht schlug in den Medien Wellen. Lediglich die BILD, die sonst doch gern Missstände anprangert und Aufklärung fordert, hält sich äußerst bedeckt. In einer kleinen Meldung auf Seite fünf wurde am Dienstag der Wechsel in der Führungsetage bekannt gegeben. Dass Julian Reichelt abgesetzt wurde, ist richtig - aber warum erst jetzt? Viel zu lang hat die Verlagsleitung sich vor Reichelt gestellt. Reichelt, der Macher, der...

Panorama
2 Bilder

Inzidenzwert bei 77,3
3G-Regel gilt ab Samstag im Landkreis Harburg

sv/nw. Landkreis Harburg. Ab Samstag, 23. Oktober, gilt im Landkreis Harburg wieder die erweiterte 3G-Regel, da die 7-Tage-Inzidenz seit mehr als fünf Werktagen in Folge über dem Schwellenwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegt. Am Freitag lag die Inzidenz bei 77,3. Viele Bereiche sind damit nur noch für Personen zugänglich, die entweder vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind, von einer Corona-Erkrankung nachweislich genesen sind oder einen negativen Test vorlegen...

Blaulicht
Diese Hundewelpen wurden im September auf dem Hinterhof aufgefunden

Hunde-Welpen in Buchholz ausgesetzt

thl. Buchholz. Bereits in der Nacht vom 12. auf den 13. September haben bislang unbekannte Personen insgesamt drei Hundewelpen in der Schützenstraße in Buchholz, auf einem dortigen Hinterhof ausgesetzt. Das teilt die Polizei heute mit. Es handelt sich dabei um zwei Beagle- und einen Golden Retriever-Welpen. Die Tiere waren zu dem Zeitpunkt etwa acht bis zehn Wochen alt. Nach dem Auffinden wurde sie zunächst einem Tierarzt und dann dem Tierheim zugeführt. Bislang konnten die Personen, die die...

bim. Tostedt. Rat- und Fassungslosigkeit im Publikum bei der Debatte um die Zukunft des Tostedter Freibades: Eigentlich sollte sich der Bau- und Planungsausschuss für eine konventionelle, biologische oder kombinierte Wasseraufbereitung sowie für eines von drei Planungsbüros für den Neubau des Tostedter Freibades entscheiden. Doch stattdessen wurden alle Varianten und damit alle vorgestellten Konzepte komplett oder mehrheitlich abgelehnt.
Damit wird die Entscheidung nun auf den Samtgemeinderat "abgewälzt".

Endlich sollte ein Votum für ein zukunftsfähiges Konzept fürs Tostedter Freibad her. Stattdessen dümpelten die Mitglieder des Bauausschusses nun wieder um die Standortfrage herum, die eigentlich längst geklärt war. Ebenso wie der Kostenrahmen von drei Millionen Euro für die Erneuerung von Becken und Technik, für den Mittel in den Haushalten 2015 bis 2017 eingestellt sind und der nun plötzlich wieder infrage gestellt wurde. Eine fast dreistündige, emotionale Debatte blieb abermals ohne Ergebnis.
CDU-Ratsherr Andreas Dyck hatte beantragt, bauliche Maßnahmen zurückzustellen, da der Standort nicht für eine Attraktivierung des Bades geeignet sei, u.a. wegen der wenigen Parkmöglichkeiten, der Nähe zur Wohnbebauung und den Problemen mit dem Baugrund (Torflinse). Das stellte auch die CDU-/FDP-Gruppe in ihrem Antrag fest, die sich nur noch für die notwendigen Unterhaltungsmaßnahmen ohne Beckenerneuerung aussprach. Die Wählergemeinschaft (WG) beantragte, der Planungsgruppe Hildesheim mit ihrem Konzept für eine konventionelle Chloraufbereitung den Zuschlag zu geben - allerdings bei einer Kostenobergrenze von 1,5 Millionen Euro.
CDU, FDP und WG waren sich zumindest einig, dass die mit einem Kostenrahmen von drei Millionen Euro vorgestellten Konzepte „nicht überzeugen konnten“.
Klaus-Dieter Feindt (SPD) platzte der Kragen: „Was hier jahrelang gemacht wurde, ist Flickschusterei erster Güte. Eine grundlegende Sanierung hat die CDU im Samtgemeinderat im Zusammenwirken mit der FDP immer wieder verhindert.“
Die Samtgemeinde investiert jährlich rund 240.000 Euro in die Unterhaltung des Bades. Ein Bad-Neubau an einem anderen Standort käme die Samtgemeinde noch teurer als drei Millionen Euro.
Für die SPD komme laut Feindt daher nur eine Rundumsanierung nach einem der vorgelegten Konzepte infrage. Schließlich zahlten die Bürger Steuern, die zur Sicherung der Lebensqualität eingesetzt werden sollen. Dem schloss sich Gerhard Netzel (SPD) an. „Wenn wir - wie von Andreas Dyck vorgeschlagen - alles streichen, geht die Infrastruktur baden.“
„Ich bin heute hergekommen, um eine Entscheidung zu treffen“, ärgerte sich auch Burkhard Allwardt (fraktionslos) über das erneute Hin und Her und zitierte aus den Wahlprogrammen der letzten Kommunalwahl, in denen sich alle Fraktionen für den Freibaderhalt ausgesprochen hatten.
Herbert Busch (CDU) prophezeite: „Das Bad wird die Elbphilharmonie von Tostedt“. Ernst Müller (CDU) wies auf die steigende Verschuldung der Samtgemeinde hin. Und die Hauptzielgruppe des Freibades, die Kinder und Jugendlichen, hätten heute teilweise andere Interessen oder u.a. wegen Ganztagsschule gar keine Zeit, das Bad zu nutzen.
Letztlich wurden alle Anträge mehrheitlich abgelehnt. Aber der Ausschuss konnte sich auch nicht auf eine Art der Wasseraufbereitung und damit nicht auf eines der drei Konzepte einigen.
• In der Ratssitzung am 10. Dezember wird es abermals spannend: SPD und die Gruppe Grüne/Allwardt auf der einen, die CDU-/FDP-Gruppe auf der anderen Seite kommen jeweils auf 14 Stimmen. „Zünglein an der Wage“ dürften dann die Wählergemeinschaft (fünf Stimmen) und der fraktionslose Reinhard Riepshoff sein.

Kommentar: Jetzt muss endlich gehandelt werden!

„Was geschieht mit dem Land, wenn das Freibad geschlossen wird?“, wollte Ulrike von Thien, Tochter von Freibad-Initiator Fritz von Thien (†), zu Beginn der Ausschuss-Sitzung wissen. Schließlich hatte ihr Vater der Samtgemeinde einst das Grundstück für den Bad-Bau geschenkt. Ein Antrag, der die Schließung des Freibades beinhaltet, liege ihm nicht vor, sagte Ausschuss-Vorsitzender Alfred Timmermann (CDU). Dennoch wird das Freibad wohl über kurz oder lang geschlossen werden, wenn sich die Politik nicht bald auf ein Konzept für den Neubau einigt und dieses konsequent umsetzt.
Statt den Planungsbüros den „schwarzen Peter“ zuzuschieben wegen angeblich mangelhafter Konzepte und sich auf die angespannte Haushaltslage zurückzuziehen, sollte die Politik „Farbe bekennen“ und endlich das nötige Geld in die Hand nehmen. Denn davon wurde in den vergangenen Jahren schon reichlich durch immer wieder neue Gutachten, Planungen und letztlich die Bürgerbefragung verbrannt. Die fassungslosen Kommentare in und nach der Sitzung belegen, dass sich die Bürger nicht ernst genommen fühlen. Deshalb muss jetzt endlich gehandelt werden!
Bianca Marquardt

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen