Heidenau
Gewerbegebiets-Erweiterung und Wohnbebauung

bim. Heidenau. Die Gemeinde Heidenau soll einen Antrag auf Flächennutzungsplanänderung bei der Samtgemeinde Tostedt für eine Erweiterung des Gewerbegebietes an der K15 um rund 61.350 Quadratmeter - anschließend an das bestehende Kühllager des Molkereikonzerns - stellen. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung bei einer Gegenstimme mehrheitlich beschlossen.
Anlass war, dass zwei Unternehmen ihren Ansiedlungswillen bekundet hatten, eines auf rund 38.350 Quadratmetern, eines auf rund 23.000 Quadratmetern. Anfang Oktober wurde jedoch bekannt, dass einer Firma die Planung zu lange dauerte und sie ein Grundstück in einem anderen Gewerbegebiet erworben hat.
Im Raum stand die Frage, ob die Volksbank Geest, deren Baugrund- und Erschließungsgesellschaft (BEG) die Gewerbeflächen vermarktet, die Entwicklung der Fläche für eine Firma mittragen werde. Aus kaufmännischer Sicht sei die Planung einer größeren Fläche sinnvoller, "wir würden aber auch erstmal mit einer kleineren Fläche starten", erklärte Volksbank-Vorstandsmitglied Wilhelm Prigge in der Sitzung. Die Firma, die Interesse an dem 38.350-Quadratmeter-Areal habe, wisse, dass sich das Planungsverfahren bis 2020/21 hinziehen könne.
Bürgermeister Reinhard Riepshoff schlug vor, eine Flächennutzungsplanänderung für die gesamte, ursprünglich geplante Erweiterung zu beantragen und einen objektbezogenen Bebauungsplan zunächst nur für eine Fläche aufzustellen. Das befürwortete auch Anette Randt (CDU), so habe die Gemeinde eine gewisse Flexibilität. Dagegen sprach sich UWG-Ratsmitglied Klaus Lachmann aus. Er erinnerte an die Vorgaben des Landesraumordnungsprogramms, den Flächenverbrauch möglichst gering zu halten. Zumal durch die Ansiedlung des Unternehmens keine neuen Arbeitsplätze entstehen würden, da es sich nur um eine Verlagerung des Betriebssitzes handele. Klaus Lachmann war denn auch der Einzige, der gegen den Antrag zur Flächennutzungsplanänderung stimmte.
• Weiteres Thema war der Bebauungsplan "Achtern Discher - Gartenstraße", im Rahmen dessen Wohnbebauung westlich dieser beiden Straßen ermöglicht werden soll. Bei der ersten öffentlichen Auslegung waren bis Anfang September vom Landkreis und den Anwohnern vor allem Bedenken bezüglich der künftigen Müll-#+entsorgung vorgebracht worden. Wenn kein Wendehammer vorgesehen werde, müssten Sammelplätze eingerichtet und die Mülltonnen auch von den jetzigen Anwohnern dorthin gebracht werden, da die Müllfahrzeuge nicht mehr rückwärts fahren dürften, berichtete Bürgermeister Riepshoff von dem Einwand des Landkreises. Daher soll im überarbeiteten Bebauungsplanentwurf nun ein Wendehammer am nördlichen Rand des Plangebietes vorgesehen und in dem Zuge auch die Planstraße für die Erschließung dorthin verlegt werden.
Eine andere Einwendung betraf eine in der Gartenstraße ansässige Firma. Laut Stellungnahme des Planers werde der Betrieb durch die neue Bebauung nicht gefährdet und sei auch innerhalb der Wohnbebauung zulässig, selbst wenn die Anlieferung über die Gartenstraße erfolge, erläuterte Reinhard Riepshoff.
Der geänderte Bebauungsplan wird nun noch einmal für eine Behörden- und Bürgerbeteiligung öffentlich ausgelegt.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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