Landkreis Harburg: Auch Hörgeschädigte sollen teilhaben

Christian Horend ist zuversichtlich, dass die technischen Hilfsmittel für Hörgeschädigte bald zum Einsatz kommen
Foto: archiv Szielasko
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(bim). Die Hörgeschädigten der Region wird diese Nachricht freuen: Einstimmig befürwortete kürzlich der Kreissozialausschuss die Anschaffung von technischen Geräten im Wert von 8.000 Euro, um das Sprachverstehen in öffentlichen Gebäuden, insbesondere für Schwerhörige, zu verbessern. Außerdem soll die Kreisverwaltung Bedarfe und Verleihmodalitäten prüfen, die geeignet sind, dieses System auch durch andere Städte und Gemeinden, Vereine, Initiativen und Verbände nutzen zu lassen. Beide Maßnahmen hatten Christian Horend, Hans-Heinrich Aldag (beide CDU) und Kay Wichmann (WG) für die CDU-/WG-Kreistagsfraktion beantragt.
Wie berichtet, hatte sich Kreistagsmitglied Christian Horend im Frühjahr bei der Tostedter Hörgeschädigtengruppe über deren Probleme informiert. Gruppenleiterin Inge Gabriel hatte von ihren Schwierigkeiten bei der Teilnahme an politischen und kulturellen Veranstaltungen berichtet. "Wenn ich nur einen Bruchteil verstehe, gehe ich nicht hin", erklärte sie damals. Im Sinne der Inklusion sei es erforderlich, diese Defizite auszuräumen.
Durch die Anschaffung von technischem Equipment, das mit vorhandenen Hörgeräten gekoppelt wird, ist es möglich, dieses Defizit zu beheben und Hörgeschädigte am politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilhaben zu lassen.
"Die Kreisverwaltung hatte zur Ausschusssitzung eine sehr positive Stellungnahme formuliert und betont, dass Kreisbehindertenbeirat und das Freilichtmuseum am Kiekeberg ebenfalls bereits nach einer solchen Lösung gefragt haben", so Christian Horend. Er ist sicher: "Die Verabschiedung durch den Kreistag ist jetzt nur noch Formsache. Wenn die beschafften Hörspulen nicht ausreichen, wird die Kreisverwaltung weitere Geräte beschaffen, das wurde mündlich zugesagt. Nun hoffe ich, dass die Geräte zeitnah zur Verfügung gestellt und dann auch intensiv genutzt werden."

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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