Töster Kulturtage
Lob, aber auch kritische Fragen

Dr. Harry Kalinowsky infomierte über die Töster Kulturtage
  • Dr. Harry Kalinowsky infomierte über die Töster Kulturtage
  • Foto: bim
  • hochgeladen von Bianca Marquardt

bim. Tostedt. Rund 3.500 Besucher haben im vergangenen September die 60 Veranstaltungen und sechs Ausstellungen im Rahmen der Werkstolz-Reihe bei der zweiten Auflage der Töster Kulturtage besucht. Rund 50 Künstler, Musiker, Autoren und Poeten hatten sich daran beteiligt. Die Rückmeldungen seien überwiegend positiv gewesen. Dieses Fazit zog Mitorganisator Dr. Harry Kalinowsky, der gleichzeitig Sprecher des Freundeskreises Morlaàs und FDP-Ratsherr ist, im Sport- und Kulturausschuss der Gemeinde Tostedt. Wie berichtet, hatte die Gemeinde für die Veranstaltungsreihe einen Zuschuss in Höhe von 5.000 Euro gewährt. An Spenden seien insgesamt rd. 3.000 Euro zusammengekommen.
"6.720 Euro an Kosten war unsere Plangröße, 6.329 Euro betrug die Schlussrechnung", berichtete Kalinowsky. In den Kosten enthalten sei auch die "Werbestrategie".
Ausschussvorsitzende Tamara Boos-Wagner (Grüne) hatte als Ausgaben allein für Werbemaßnahmen 5.609 Euro errechnet. Darin enthalten: die Aufstellung der Werbeplakate, die an eine Firma abgegeben wurde. Boos-Wagner, die selbst in die Organisation des Frühlingsfestes "f.u.n." des Töster Kreises eingebunden ist und hier gemeinsam mit drei Mitstreiterinnen die Plakatierung und Flyerverteilung vornimmt, kritisierte, dass diese Arbeiten nicht aus den Reihen der rund 50 an den Kulturtagen Beteiligten selbst erledigt wurden. Und sie zweifelte die Besucherzahlen mit im Schnitt 60 Personen an, da zwei Veranstaltungen mangels Interesse hätten abgesagt werden müssen und mindestens zwei weitere sehr schlecht besucht gewesen seien. Ebensolche Kritik gab es von Grünen-Ratsfrau Nadja Weippert, die sich als Nicht-Ausschussmitglied als Einwohnerin äußerte.
Harry Kalinowsky erklärte, dass man sich außer Stande gesehen habe, Plakatierung und Flyerverteilung ohne Probleme selbst zu übernehmen, da es seitens der Kulturschaffenden nicht genügend Rückmeldungen gegeben habe. Gudrun Hoffmann aus dem Orgateam bestätigte, dass manche Veranstaltungen besser besucht gewesen seien. Es hätten aber sehr wohl Besucherzählungen stattgefunden, bei Werkstolz z.B. mit einer Steinchen-Zählstation. Sie und ihre Mitstreiterin Ingrid Zirpins lobten noch einmal die "einzigartige Vielfältigkeit" von Künstlern und Angeboten aus dem Ort.
Rocio Picard (Grüne) war begeistert von den Töster Kulturtagen, schlug aber vor, weniger Veranstaltungen an einem Tag anzubieten, da sich manche Termine überschnitten hätten. Großes Lob gab es u.a. auch von Hagen Frick (WG) und Iris Smolarek (SPD).
Harry Kalinowsky entschuldigte sich für Fehler. Inzwischen habe es Überlegungen zu Zukunftsfragen gegeben, u.a., ob es Sinn mache, sich einem Verein anzuschließen, um eine bessere organisatorische Struktur zu bekommen. Letztlich entschied man sich, selbst einen Verein zu gründen (siehe Kasten).
Den Töster Kulturtagen steht letztlich nichts im Wege. Sollte sich im Verwaltungsausschuss Mitte Februar nichts anderes ergeben, wird die Gemeinde die Veranstaltungsreihe erneut mit 5.000 Euro bezuschussen.

Einladung zum Vernetzungstreffen

Gestärkt durch das positive Feedback in der Sitzung des Sport- und Kulturausschusses lädt das Organisationsteam zum ersten Vernetzungstreffen für die Töster Kulturtage 2020 ein, die vom 18. bis 27. September stattfinden sollen. Im Jugendzentrum Tostedt, Dieckhofstraße 15, findet am Samstag, 15. Februar, ab 10.30 Uhr die erste Zusammenkunft aller interessierten Kultur- und Kunstschaffenden statt, um die ersten Absprachen für 2020 vorzunehmen. Unter der Moderation von Dr. Harry Kalinowsky erfolgt zunächst ein Rückblick auf das Jahr 2019. Anschließend wird vorgestellt, was für das Jahr 2020 vom Organisationsteam geplant ist. So laufen Bemühungen, einen eigenen Kulturverein, "TösterKultur", zu gründen. Im Zentrum des Vernetzungstreffens steht die Programmentwicklung. Alle Interessierten können ihre Ideen und Veranstaltungswünsche einbringen und eine erste Terminabstimmung vor Ort vornehmen. Ein Anmeldeformular steht auf der provisorisch eingerichteten Webseite www.toesterkultur.de.
Dr. Harry Kalinowsky ist überzeugt davon, dass die Töster Kulturtage 2020 nicht einfach eine Wiederholung sein werden, sondern ein "frisches Gesicht" zeigen werden. „Mit dem jährlichen Rhythmus der Kulturtage wollen wir erreichen, dass es immer wieder neue Impulse für die Kunst- und Kulturszene in und um Tostedt gibt und unsere Gemeinde damit ein weiteres Stück lebenswerter wird.“

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Panorama
Im Landkreis Stade sind viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert

Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter
Landkreis Stade ordnet ab Samstag strengere Corona-Maßnahmen an

jab. Landkreis. Die Erwartung, dass die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Stade wieder unter 100 sinkt, hat sich nicht erfüllt. Zwar ist eine große Zahl der neuen Fälle auf einen Ausbruch in vier Betrieben zurückzuführen, doch steigt unabhängig davon auch im übrigen Kreisgebiet die Zahl der Ansteckungen. Der Landkreis ist nun eine "Hochinzidenzkommune" im Sinne der niedersächsischen Corona-Verordnung. Daher treten ab Samstag weitere Einschränkungen durch die Corona-Verordnung in Kraft: • Bei...

Panorama
Pomologe Eckart Brandt erklärt beim Beschneiden der Äste, wie wichtig es ist, dass ein Apfelbaum im ersten Jahr noch keine Früchte trägt. Nur so könne die Krone stabil wachsen, um noch jahrzehntelang viele Äpfel tragen zu können.
3 Bilder

Der 21. Apfel des Jahres bekam einen Platz im Entdeckergarten des Freilichtmuseums am Kiekeberg
"Ingrid Marie" leidet sehr unter dem Klimawandel

sv. Rosengarten-Ehestorf. Den Apfel des Jahres 2021, Ingrid Marie, pflanzten der Pomologe Eckart Brandt, Museumsgärtner Matthias Schuh, Museumsdirektor Stefan Zimmermann und Gudrun Homann (BUND Hamburg) kürzlich im landwirtschaftlichen Entdeckergarten des Freilichtmuseums am Kiekeberg in Rosengarten-Ehestorf ein. Seit 21 Jahren pflanzt das Freilichtmuseum am Kiekeberg die vom Pomologenverein gekürten Äpfel des Jahres im Entdeckergarten. Hier werden über 300 Obstbäume und mehr als 70...

Service
Ein Schnelltest gibt Aufschluss, ob man das Virus in sich trägt
3 Bilder

Kostenlose Schnelltests in Apotheken oder Testzentren helfen im Kampf gegen die Pandemie
Mehr Sicherheit im Alltag

(sb). Seit dem 8. März hat jeder Bürger einmal pro Woche Anspruch auf einen kostenlosen Coronatest. Er gilt als wichtiger Baustein zur Bekämpfung der Pandemie. Denn jede frühzeitig erkannte Infektion trägt dazu bei, das Virus einzudämmen. Finanziert werden die Tests und deren Durchführung vom Bund, für den Bürger entstehen keine Kosten. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wird das Personal bereits seit mehreren Monaten regelmäßig auf eventuellen Virenbefall geprüft. Jetzt gibt es das auch...

Blaulicht
Die Zahl der Verkehrsunfälle ist gesunken, die der Unfalltoten jedoch gestiegen
2 Bilder

Zehn Menschen sind 2020 gestorben
Zahl der Verkehrsunfälle im Kreis Stade gesunken

tk. Stade. Die Zahl der Verkehrsunfälle im Landkreis Stade ist im vergangenen Jahr um 13,08 Prozent zurückgegangen. Insgesamt ereigneten sich 4.152 Unfälle. Dabei kamen zehn Menschen ums Leben. Das sind einige der Kennzahlen aus der Verkehrsunfallstatistik 2020. Mit einer sinkenden Gesamtzahl an Unfällen hat auch die Anzahl der Verletzten abgenommen. 126 Menschen wurden schwer und 615 leicht verletzt. Die Zahl der Verkehrstoten ist dennoch um drei im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Fünf...

Panorama
Mit der "Notbremse" soll die Verbreitung des Corona-Virus
verhindert werden

Bei einem Inzidenzwert über 100 sollen künftig bundesweit einheitliche Maßnahmen greifen
Was bedeutet die "Notbremse" für uns?

(as). Liegt der Inzidenzwert in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt über 100, kommen also in einer Woche mehr als 100 Neuinfizierte auf 100.000 Einwohner, müssen sich die Menschen in Deutschland auf starke Einschränkungen vor Ort einstellen. Mit der sogenannten bundesweit einheitlichen "Notbremse" sollen Kontakte reduziert und damit das Infektionsgeschehen gebremst werden. Bislang hat jedes Land selbst diese Maßnahmen bestimmt. Das Bundeskabinett hat diese Änderung des...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen