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Erneut schwerer Unfall auf BAB 1 zwischen Maschen und Harburg

Mehr Lebensqualität und Kita-Plätze für Tostedt gefordert
Podiumsdiskussion der Samtgemeinde-Bürgermeisterkandidaten in Tostedt

Stellten sich der Podiumsdiskussion, die Samtgemeinde-Bürgermeisterkandidaten (v. li.): Jan Hinnerk Zirkel, Dr. Peter Dörsam, Charlotte Michel und Rolf Aldag
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bim. Tostedt. Kurz bevor am Sonntag die drei Kanzler-Kandidaten Baerbock, Laschet und Scholz im TV-Triell ihre politischen Positionen vertraten, ging es auf dem Tostedter Schützenplatz um die Kommunalpolitik und die Vorstellung der drei Kandidaten und der Kandidatin fürs Samtgemeinde-Bürgermeisteramt. Denn am Sonntag, 12. September, von 8 bis 18 Uhr wird der neue Verwaltungschef der Samtgemeinde gewählt.
Rund 100 Bürger hatten sich trotz zwischenzeitlichen Regens vor der Bühne versammelt, um zu erfahren, wofür Amtsinhaber Dr. Peter Dörsam (unabhängig) und seine Herausforderer Rolf Aldag (CDU), Jan Hinnerk Zirkel (Zusammen für Tostedt) und Charlotte Michel (FDP) stehen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Kirchenkreisjugendwart Stefan Krüger, das Team vom Jugendzentrum sorgte für Technik und Bewirtung.

Dr. Peter Dörsam (54), seit sieben Jahren Samtgemeinde-Bürgermeister, betont, es sei in den vergangenen Jahren viel erreicht worden. Und es gebe weiter viel zu tun, das er gemeinsam mit Rat und Verwaltung erarbeiten will. "Die Verwaltung ist gut aufgestellt und ich bin in der Lage, sachlich zu diskutieren, ohne Fronten aufzubauen."

Rolf Aldag (46), seit 2004 Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Dohren und seit über 15 Jahren für die CDU im Samtgemeinderat, kandidiert, "weil ich glaube, dass es im Rathaus eine Veränderung und neue Ideen braucht und ich es besser machen kann". Auch will er drängende Probleme anpacken.

Jan Hinnerk Zirkel (36), der von 2015 bis 2018 selbst für die CDU im Samtgemeinderat war, wünscht sich eine Veränderung in der Politik mit schnelleren, pragmatischen Entscheidungen, dass Jung und Alt gut zusammenleben und die Zukunft auch mal "neu gedacht" werde.

Charlotte Michel (31), Wirtschaftsinformatikerin und Mutter von drei Kindern, will sich mit viel Herz und Tatendrang für die Bürger und die Samtgemeinde einsetzen. Auch bringe sie 15 Jahre Erfahrung mit, Dinge in großen Unternehmen umzusetzen.

Stellten sich der Podiumsdiskussion, die Samtgemeinde-Bürgermeisterkandidaten (v. li.): Jan Hinnerk Zirkel, Dr. Peter Dörsam, Charlotte Michel und Rolf Aldag
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Breiten Raum nahm die Diskussion um einen schnellen Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen ein. In Sachen Lebensqualität wünschen sich die Bürger nicht nur Lebensmittel-Einzelhandel im Ortszentrum und in der Zinnhütte, sondern auch am westlichen Ortsrand Richtung Wistedt sowie eine bessere ÖPNV-Anbindung der Mitgliedsgemeinden an Tostedt. Ebenso fehle es außerhalb von Jugendzentrum und Vereinen an Angeboten für Jugendliche.
Beim Ortskern sieht Jan Hinnerk Zirkel Optimierungsbedarf bei der Schaffung von Flächen mit Aufenthaltsqualität und Kultur. Charlotte Michel sieht in Sachen Lebensqualität u.a. auch bei Sauberkeit und Sicherheit Handlungsbedarf. An den Themen "sauberer Bahnhof" und "rund um die Uhr besetzte Polizeiwache" haben sich allerdings mindestens schon zwei Samtgemeinde-Bürgermeister vergeblich versucht. Wie Charlotte Michel erachtet Rolf Aldag mehr Fahrradständer für notwendig, aber auch Ladesäulen für E-Mobilität.

Nicht spannend und nicht konkret genug

"Auf ein Wort" von Bianca Marquardt
Die Ausführungen der Kandidaten auf dem Podium waren wenig spannend und boten wenige konkrete Lösungsvorschläge zu Themen, die den Bürgerinnen und Bürgern wirklich unter den Nägeln brennen. Manche Themen wurden aufgrund der Kürze der Zeit auch gar nicht diskutiert.
Ein paar Spitzen und Schuldzuweisungen teilten zumindest die drei Herren gegeneinander aus, unter anderem, was die Entscheidungsfreude bei der Freibadsanierung angeht, zu der sich Generationen von Ratsmitgliedern nicht durchringen konnten, oder die Dauer bei der Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen.
Wünschen kann man sich natürlich viel. Aber alle Drei wissen aus ihrem bisherigen politischen Engagement nur zu gut, dass man keine Entscheidung beschleunigen kann, wenn es dem politischen Gegner nicht gefällt, die Probleme nicht in die eigene Zuständigkeitshoheit fallen oder die Vorgaben von Land, Bund und EU bestimmte Verfahrensschritte vorschreiben.

Stellten sich der Podiumsdiskussion, die Samtgemeinde-Bürgermeisterkandidaten (v. li.): Jan Hinnerk Zirkel, Dr. Peter Dörsam, Charlotte Michel und Rolf Aldag
Moderator Stefan Krüger (li.) gab das Mikrofon für Fragen ans Publikum, hier an Karl-Heinz Lemm
Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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