In Tostedt
Schulstandort Dieckhofstraße erhalten

Das denkmalgeschützte Gebäude der Grundschule Dieckhofstraße von 1874 muss energetisch saniert werden und braucht besseren Brandschutz
  • Das denkmalgeschützte Gebäude der Grundschule Dieckhofstraße von 1874 muss energetisch saniert werden und braucht besseren Brandschutz
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bim. Tostedt. Der Schulausschuss der Samtgemeinde Tostedt hat den aktuellen Planungsstand für die Erweiterung und Sanierung der Grundschule Dieckhofstraße zur Kenntnis genommen. Die weiteren Beratungen sollen zurückgestellt werden, bis die Verwaltung zum nächsten Schulausschuss im Juni einen Schulentwicklungsplan vorlegt. Bedeutet: Die Außenstelle der Grundschule Tostedt muss vorerst weiter auf den dringend erforderlichen Brandschutz, die energetische Sanierung und zeitgemäße Fachräume warten.
Hintergrund: Das Architekturbüro hatte die Kosten für energetische Sanierung, Ertüchtigung des Brandschutzes und Ausbau des Dachgeschosses nun präzisiert. Entgegen erster Kostenschätzungen von 1,6 Millionen Euro im vergangenen Juli (abzüglich von Fördermitteln sowie einer Zuweisung und eines Darlehens der Kreisschulbaukasse in Höhe von jeweils 260.000 Euro) gehen die Fachingenieure nun von Kosten von 3,37 Millionen Euro aus. Weitere Kosten, u.a. für den auszulagernden Schulbetrieb und die Einrichtung, kämen noch hinzu. Allein der Dachgeschoss-Ausbau auf 144 Quadratmeter mit der Schaffung von Fach- und Gruppenräumen würde statt 168.000 Euro mindestens 877.360 Euro kosten - ohne Planungskosten und Unwägbarkeiten -, weil das Tragwerk nicht für die Last durch eine schulische Nutzung ausgelegt ist. "Da muss man politisch abwägen zwischen Raumbedarf und Wirtschaftlichkeit", sagte Erster Samtgemeinderat Stefan Walnsch, aber: "Es wäre ein Fehler, den Schulstandort in Frage zu stellen und auf der grünen Wiese eine neue Schule zu planen", machte er deutlich. Man müsse noch einmal tief in die Raumplanung einsteigen. Funktions- und Nebenräume seien zwingend mit zu bedenken und der Schulstandort Poststraße ohne Denkverbote einzubeziehen.
Ernst Müller (CDU) erinnerte daran, dass es 2008/09 Pläne gegeben habe, den Schulstandort Poststraße größer zu bauen, was damals verworfen worden sei. Burkhard Allwardt (fraktionslos) schlug vor, die ersten beiden Klassen in der Dieckhofschule zu belassen und die Dritt- und Viertklässler in einem Anbau an der ehemaligen Realschule in der Poststraße zu beschulen.
Die Klassenzahl an der Dieckhofstraße werde auf acht von derzeit vier Klassen wachsen, erklärte Schulleiterin Gudrun Brinkmann. Sie warnte davor, Schülerströme umzuleiten durch eine Änderung der Schuleinzugsbezirke.
Schulentwicklungsplan für
Samtgemeinde Tostedt

• Zuvor wurde über einen von der Gruppe CDU/WGW beantragten Schulentwicklungsplan für die Grundschulen in der Samtgemeinde Tostedt im Hinblick auf Anforderungen und Bedarfe anhand der Schülerzahl diskutiert. Hier müsse die Samtgemeinde - auch mit dem zu erwartenden Zuzug junger Familien in die neuen Baugebiete - rechtzeitig steuernd eingreifen, damit das bestmögliche Angebot zur Verfügung steht, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Rolf Aldag. "Wir stellen uns Untersuchugen zu Ausstattung, Kapazitäten und Bevölkerungsentwicklung vor. Das soll durch ein externes Büro geschehen. Wenn die Samtgemeinde meint, die Daten und Fakten haben wir, kann das auch verwaltungsintern geliefert werden", meinte Aldag. "Das kostet Geld, dauert lange und die Daten sind dann überholt", meinte Burkhard Allwardt zur Idee der Fremdvergabe.
"Alle Grundschulen befinden sich in stetigem und bedeutsamen Wandel", meinte Stefan Walnsch u.a. zu den wachsenden Herausforderungen wie Inklusion, Integration, dem ab 2025 geltenden Anspruch auf Ganztagsschule und dem digitalen Lernen, bei dem die Schulen von einem Tag auf den anderen auf sich gestellt gewesen seien. Die für eine Planung benötigten Daten würde auch ein beauftragtes Unternehmen von der Verwaltung abfordern. Insofern wolle die Verwaltung "das Paket zum nächsten Schulausschuss bereitstellen."

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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