Keine Einigung bei Sachkostenbeteiligung
Spatzennest wird nun doch nicht erweitert

bim. Tostedt. Die geplante Erweiterung mit Neubau der Kita Spatzennest ist gescheitert. Dazu teilt Projektleiter Martin Stegmaier auf WOCHENBLATT-Anfrage mit: "Leider ist es nicht zu einem Vertragsabschluss bezüglich unserer Erweiterung und Neubau gekommen. Der Samtgemeindeausschuss (SGA) hat unseren Mindestforderungen der Sachkosten leider nicht zugestimmt. Eine Begründung hierfür haben wir, auch auf Nachfrage, nicht erhalten. Für das Sozialwerk ist ein Neubau und ein erweiterter Betrieb unterhalb unserer wirtschaftlichen Grenze so nicht umsetzbar", erklärt er. "Weiterhin liegt uns das Wohl von Familien an diesem Ort sehr am Herzen. Wir sind jederzeit bereit, über mögliche Lösungen zu sprechen", sagt Stegmaier.
"Wir hatten verhandelt, sind aber nicht zusammengekommen", erklärt Tostedts Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam. "Nach Beratungen in den Gremien des Sozialwerks bekamen wir die Info, dass es nur so geht und nicht anders, mit Vorschlägen, die nicht dem entsprachen, was abgesprochen war." So habe das Sozialwerk mit einer höheren Sachkostenbeteiligung kalkuliert. "Wir verwalten öffentliche Gelder. Im SGA haben wir uns darauf nicht eingelassen", sagt Dörsam. Durch die nicht realisierte Spatzennest-Erweiterung würden zwei Krippengruppen fehlen. "Wir bauen aber die Kita Weller Straße, prüfen in Wistedt eine Krippen-Erweiterung und werden uns weiter mit dem Ausbau der Kinderbetreuung beschäftigen", so Dörsam.

Betreuungsangebot schnell ausbauen

"Nachdem der ausgehandelte Vertrag über den Neubau der Kindertagesstätte Spatzennest vom Sozialwerk Tostedt e.V. nicht abgeschlossen worden ist, prüft und ergreift die Samtgemeinde schnellstmögliche Realisierungsmaßnahmen zur Deckung des in Tostedt bestehenden hohen Bedarfs an Krippen- und Kitaplätzen" - das hat Harald Stemmler im Namen der Wählergemeinschaft Tostedt beantragt.

Dem Samtgemeinderat sollen weiterhin alle Möglichkeiten für Neubau- und Erweiterungsmaßnahmen mit Angaben einer detaillierten Kostenschätzung und Zeitplanung zur Beratung vorgelegt werden. Hier seien bestehende Planungen und auch alternative Möglichkeiten einzubeziehen:

  • ein Neubau in der Gartenstadt Heidloh,
  • Umbau und Erweiterung der Kita Todtglüsingen,
  • Baumaßnahmen in Modulbauweise,
  • Übergangslösungen mit Containern,
  • weitere Vorschläge.

"Bei den Beratungen zum Neubau Spatzennest ist der hohe Bedarf von über 100 Krippen- und Kitaplätzen, insbesondere in Tostedt, dargestellt worden. Nach dem Scheitern des mit dem Sozialwerk ausgehandelten Vertrages über den Neubau am Spatzennest ist die Beratung und Beschlussfassung über alternative Realisierungsmaßnahmen ohne Zeitverzug aufzunehmen", begründet Harald Stemmler den Antrag.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.