Empfehlung des Schulausschusses
Sporthalle Handeloh in Richtung Feuerwehrhaus bauen

Der fraktionslose Ratsherr Burkhard Allwardt (li.), hier mit Architekt Benjamin Ellwanger (re.) und Patrick Scholbe von der Verwaltung zu sehen, sieht den vom Schulausschuss und 
von der Schulleiterin bevorzugten Entwurf kritisch
  • Der fraktionslose Ratsherr Burkhard Allwardt (li.), hier mit Architekt Benjamin Ellwanger (re.) und Patrick Scholbe von der Verwaltung zu sehen, sieht den vom Schulausschuss und
    von der Schulleiterin bevorzugten Entwurf kritisch
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bim. Tostedt. An der Grundschule in Handeloh soll die in die Jahre gekommene, 1959 erbaute Sporthalle an der Schulstraße durch eine neue, freistehende Einfeldhalle in Richtung Feuerwehr ersetzt werden. Das hat der Schulausschuss der Samtgemeinde Tostedt in seiner jüngsten Sitzung empfohlen. Die für die Nachmittagsbetreuung erforderlichen Räume sollen in einem Anbau am Schulgebäude entstehen. Architekt Benjamin Ellwanger hatte den Mitgliedern zuvor zwei Standortvarianten vorgestellt.
Seit August 2018 habe die Politik "intensiv und konstruktiv beraten", blickte Samtgemeinderat Stefan Walnsch zurück. Viel Hin und Her gab es zwischenzeitlich um die Höhe der Beteiligung der Gemeinde Handeloh. Ende 2019 hat der Samtgemeinderat schließlich beschlossen, eine Einfeldhalle und einen Multifunktionsraum für die Nachmittagsbetreuung bei 30-prozentiger Beteiligung aus Handeloh zu bauen. Ein Zuschuss-antrag über 400.000 Euro beim Sportstättenbauprogramm des Landes laufe noch, so Walnsch.
Für den Anbau des Mehrzweckraums gebe es einen "prädestinierten Standort", sagte der Architekt. Der Zugang zum Werkraum mit der Außentreppe sei "suboptimal". In einem Anbau dort könnte die Nachmittagsbetreuung entstehen und die Treppe in den Innenbereich integriert werden.
Die neue Sporthalle, die inklusive der notwendigen Nebenräume 750 Quadratmeter groß wird, könnte laut Variante I am oberen Ende des Schulhofes in Richtung Feuerwehr mit Erschließung über den Lohbergenweg oder laut Variante II an der Schule in Richtung Schulstraße entstehen. Die voraussichtlichen Kosten: 2,8 Millionen Euro (für Multifunktionsraum, Sporthalle, Grundausstattung Sportgeräte, Stellplätze und Abbruch der alten Sporthalle).
Der Ausschuss sprach sich mehrheitlich bei einer Gegenstimme von Burkhard Allwardt (fraktionslos) für Variante I aus.
Allwardt, der fünf Jahre an der Grundschule Handeloh unterrichtete, war entsetzt über die Variante I. "Warum wird die Halle nicht am alten Standort errichtet und um 90 Grad gedreht?", wollte er wissen. Mit dem Neubau gebe es u.a. schlechte Aufsichtsmöglichkeiten, der Schulhof werde verkleinert, ein Klassenraum beschattet.
Allerdings könnte es mit einer größeren Halle am bestehenden Standort Probleme mit den Nachbarn der Wohnbebauung geben.

Antrag auf Zurückweisung in den Fachausschuss


Die Gruppe Allwardt-Tielsen-FDP hat inzwischen beantragt, den Tagesordnungspunkt zum Sporthallenbau in Handeloh in der Ratssitzung am 9. Juli lediglich zur Kenntnis zu nehmen und zur weiteren Beratung zurück in den Schulausschuss zu verweisen. Da die Planungsentwürfe in der jetzigen Schulausschusssitzung erstmals öffentlich vorgestellt worden seien, habe eine kritische Würdigung der Planungsdetails durch die zu beteiligenden Gruppen aus Politik, Schule und Elternschaft nicht erfolgen können.
"Unserer Meinung nach bedürfen insbesondere die Punkte Gebäudestandort und die damit verbundene Verschattung des Altgebäudebestandes, die Baum-entnahme, das fehlende Energiekonzept, die Verkehrsführung für Bus- und ruhenden Verkehr und eine mögliche Interferenz mit der Feuerwehrzuwegung einer kritischen Bewertung", so die Argumentation.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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