Tempo 30 auf mehreren Tostedter Gemeindestraßen

Vom Kreisverkehr bis zur B75 gibt es keinen Radweg. Wegen der Fahrbahnbreite und dem hohen Verkehrsaufkommen in der Bahnhofstraße kommt es für Fahrradfahrer täglich zu gefährlichen Situationen
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bim. Tostedt. In einem Teil der Tostedter Poststraße gilt bereits Tempo 30 - und zwar von der B75 bis zur Ecke Baumschulenweg. Damit endet die Geschwindigkeitsbegrenzung unmittelbar hinter der Grundschule. Die Gemeinde hat jetzt die Idee, die Geschwindigkeit auf der kompletten Poststraße, der Straße Am Bahnhof und allen Querstraßen dazwischen auf 30 km/h zu beschränken. "Bevor wir damit an den Rat treten, wollten wir das Vorhaben der Bevölkerung vorstellen", sagt Gemeindedirektor Dr. Peter Dörsam, der darüber jüngst in einer Einwohnerversammlung informierte. Das sei bei den rund 40 Anwesenden auf Zustimmung gestoßen.
In der Poststraße sei das schon länger ein Wunsch der Anlieger. Die Entschleunigung sei zudem für den Fahrradverkehr zum Bahnhof von Vorteil. Denkbar seien 30 km/h auch für die Freudenthal- und die Schützenstraße dort, wo noch keine reduzierte Geschwindigkeit gilt.
Problematischer ist es laut Straßenverkehrsordnung allerdings, auf Kreis-, Landes- und Bundesstraßen sowie Vorfahrtstraßen Tempo 30-Bereiche einzurichten. Begründug: Der Verkehr muss fließen. Anders ist es, wenn eine besondere Gefahrenlage dies erfordert. Oder die Bevölkerung vor Lärm und Abgasen geschützt werden muss. "Das muss dann aber substantiell sein. Es reicht nicht, dass der Verkehr stört", so Dörsam. Eine Gesetzesänderung aus dem vergangenen Jahr ermöglicht nun außerdem Ausnahmen an Krankenhäusern, Schulen, Seniorenheimen und Kindertagesstätten.
Die viel befahrene Bahnhofstraße (L141), an der auch ein Seniorenheim liegt, komme für eine Begrenzung auf Tempo 30 infrage, weil es vom Kreisverkehr in Richtung B75 keinen Radweg gibt und es täglich zu gefährlichen Situationen für Radfahrer kommt. "Wir halten Tempo 30 dort für sinnvoll und würden das beim Landkreis und bei der niedersächsischen Behörde für Straßenbau und Verkehr beantragen", so Dörsam.
Auch rund um die Grundschule Todtglüsingen solle Tempo 30 gelten, wenn es nach der Gemeinde geht. Die Harburger Straße gehört für viele Kinder zum Schulweg, und sie fällt in Zuständigkeit der Gemeinde, ist aber eine Vorfahrtstraße. Auf der Lohberger Straße (K57) gilt derzeit bis zum Ortsausgang 30 km/h - allerdings bedingt durch den schlechten Straßenzustand. Wenn der Kreis 2019/2020 die Straße ausbaut, möchte die Gemeinde die Geschwindigkeitsbegrenzung zumindest bis zur Einmüdung zur Schule beibehalten. Nach dem Ausbau soll es zudem in Richtung Ortsmitte einen Radschutzstreifen und ab Lohberger Kamp in Richtung Langeloh einen Radweg geben.
Voraussichtlich 2019 will die Straßenbaubehörde auf einem Teilstück der B75 in der Tostedter Ortsdurchfahrt die Fahrbahn erneuern. "Dann wollen wir erreichen, dass die Querung an der Poststraße für Radfahrer verbessert wird", berichtet Dörsam. So soll u.a. die jetzt einige Meter von der Einmündung entfernte Radwegfurt in Richtung B75 verlegt und optisch sichtbarer markiert werden. Deutlicher hervorgehoben werden sollen dann auch der Radweg und die Bushaltestelle vor dem Einkaufscenter Bade.

Vom Kreisverkehr bis zur B75 gibt es keinen Radweg. Wegen der Fahrbahnbreite und dem hohen Verkehrsaufkommen in der Bahnhofstraße kommt es für Fahrradfahrer täglich zu gefährlichen Situationen
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Bianca Marquardt aus Tostedt

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