Tostedts Bürgermeister kritisiert unerquickliche Lärmaktionspläne

bim. Tostedt. "Es ist unerquicklich. Wir stellen Lärmaktionspläne auf, die nichts bringen. Aber wir müssen das machen", ärgerte sich Tostedts Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam in der jüngsten Ratssitzung mit Blick auf die einhellig beschlossenen Lärmaktionspläne für die Gemeinden Heidenau, Kakenstorf, Otter und Wistedt. Die von der EU geforderten Lärmaktionspläne müssen Städte und Samtgemeinden umsetzen. Da Niedersachsen dabei - wie bei der Ausweisung von Naturschutzgebieten - hinterher hinkt, läuft auch hier ein Vertragsverletzungsverfahren.
Allerdings: Maßnahmen gegen Lärm werden nur für Landes- und Bundesstraßen - nicht für Kreisstraßen - vorgeschlagen, an denen tagsüber mehr als 70 und nachts mehr als 60 Dezibel Lärm erzeugt werden. Die Landes- und Bundesstraßen müssen von mindestens 8.200 Fahrzeugen pro Tag und Richtung befahren werden. Außerdem müssen von dem Lärm gerundet mindestens 100 Anwohner betroffen sein, was für die genannten Kommunen nicht zutrifft.
Die Lärmaktionspläne für die vier Gemeinden hat die Verwaltung erarbeitet, daher waren keine zusätzlichen Haushaltsmittel erforderlich. Anders sieht es beim Lärmaktionsplan für die Gemeinde Tostedt aus. Dafür soll ein Fachbüro eingeschaltet werden.

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