Zehn öffentliche E-Ladesäulen für Tostedt geplant

bim. Tostedt. In Tostedt sollen zehn öffentlich zugängliche E-Ladesäulen installiert werden. Das hat der Tostedter Gemeindrat auf Antrag der Grünen beschlossen. Die Verwaltung wird beauftragt, die dafür notwendigen Schritte einzuleiten. "Ladesäulen sind Mangelware. Man kann sein Auto nicht dort aufladen, wo man möchte", begründete Grünen-Ratsherr Dr. Alexander Gröngröft den Antrag.
Im Zuge der weiteren Beratungen soll geklärt werden, wer die Anlagen betreibt, wie die Finanzierung erfolgt, wer Bewirtschaftung, Kontrolle und Unterhaltung der Anlagen übernimmt und wie lange diese jeweils genutzt werden dürfen.
Bislang beschränkt sich die vorhandene Ladeinfrastruktur in der Gemeinde Tostedt überwiegend auf den privaten Bereich. Eine öffentlich zugängliche Ladestation befindet sich am Kundenzentrum der EWE in der Zinnhütte. Die am Rathaus vorhandene Ladestation ist dem Dienstwagen vorbehalten.
"Es wird zunehmend wichtig, dass auch Leute, die zur Miete wohnen, ihr Elektroauto aufladen können", erklärte Gemeindedirektor Dr. Peter Dörsam. Für zehn Ladesäulen verlege EWE kein neues Stromnetz, stellte er klar. Da "Glasfaser Nordwest", das Joint Venture der Kommunikationsdienstleister Telekom und EWE, derzeit in der Gemeinde die Haushalte mit modernen Glasfaseranschlüssen ausstattet, stellte sich die Frage, ob diese Erdarbeiten mit denen für die Ladesäulen verbunden werden könnten. Das schloss Dörsam jedoch aus. "'Glasfaser Nordwest' hat Kartellauflagen, dass sie im Vorfeld nicht sagen dürfen, wo sie als Nächstes Leitungen verlegen", berichtete er. "Das ist unglücklich für ein effektives Handeln vor Ort", kommentierte Burkhard Allwardt (parteilos).
Was die Finanzierung der E-Ladesäulen angeht, könnte die Gemeinde von Förderung profitieren. Aktuell gibt es ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur mit dem Titel „Ladeinfrastruktur vor Ort“. Eine Antragstellung ist seit April und bis zum 31. Dezember dieses Jahres möglich. Gefördert werden u.a. der Kauf von Normalladeinfrastruktur mit bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten (maximal 4.000 Euro je Ladepunkt), der Kauf von Schnellladeinfrastruktur mit bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten (maximal 16.000 Euro je Ladepunkt) sowie die Anschlusskosten. Die Realisierung muss bis zum 31. Dezember 2022 erfolgen. Förderanträge können kleine und mittlere Unternehmen, kleine Stadtwerke und kommunale Gebietskörperschaften stellen.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen