Jugend- und Sozialausschuss Tostedt
Zwei "Wachtürme" für die Kinderburg Heidenau?

Die Kinderburg Heidenau mit zwei Türmen: So könnte die Kindertagesstätte umgebaut und erweitert werden
  • Die Kinderburg Heidenau mit zwei Türmen: So könnte die Kindertagesstätte umgebaut und erweitert werden
  • Foto: Visualisierung: Architektenstern Martin Menzel
  • hochgeladen von Bianca Marquardt

bim. Tostedt. Was assoziiert man mit einer Burg? Richtig: Wachtürme. So stieß nun auch der Vorschlag des Architekturbüros Menzel, für die Erweiterung der Kindertagesstätte Kinderburg in Heidenau flächensparend vor allem in die Höhe zu bauen, auf ein positives Votum des Sozialausschusses der Samtgemeinde Tostedt.
Wie berichtet, soll die Kita Kinderburg um eine Elementar- und eine Krippengruppe sowie einen Schlaf- und einen Bewegungsraum erweitert und umgebaut werden, um die Abläufe bzw. die Betreuungssituation zu optimieren. Denn dort werden demnächst auch die zwölf Mädchen und Jungen betreut, die bisher noch den Spielkreis "Krabbelkäfer" Heidenau besucht haben. Dieser wurde jetzt aus Kostengründen aufgelöst.
Architektin Julia Malessa stellte zuvor zwei Varianten vor. Bei Variante I, bei der die Kita um einen zweigeschossigen Anbau Richtung Garten erweitert wird, würde die Außenspielfläche auf 1.200 Quadratmeter etwas verkleinert. Der Bau mit 537 Quadratmetern in Erd- und Obergeschoss für 2,3 Millionen Euro könnte in zwei Bauabschnitten realisiert werden.
Die 70 Quadratmeter größere, kompaktere Variante II, mit der die Erweiterung in zwei Türmen erfolgt, würde 2,5 Millionen Euro kosten. Die Außenspielfläche würde 300 Quadratmeter für den Krippen- und 1.400 Quadratmeter für den Elementarbereich umfassen. Außerdem ermöglicht dieser Vorschlag, in den oberen Räumen eine Reserve für eine zusätzliche Gruppe unterzubringen.
Auch die Kita-Leitung hatte sich bereits für Variante II ausgesprochen.
Samtgemeinderat Stefan Walnsch gab bei den derzeit "galoppierenden Baukosten" zu bedenken, dass es sich bei der vorgestellten Planung um "den ersten Aufschlag" zur Kostenschätzung handele. "Ein Jahr ist um, bevor es losgeht, und eineinhalb Jahre bis zur Schlussrechnung", so Walnsch. Die Architekten Martin Menzel und Gerhard Wehber sind sich aber sicher, bei den Kosten für An- und Umbau (ohne Ausstattung) richtig zu liegen. Die Schätzung basiere auf Grundlage der Preise aus der Kostenerfassung des Statistischen Bundesamtes und des Baukostenindex sowie auf den Erfahrungen aus abgewickelten Bauvorhaben. 200.000 Euro seien zudem als Reserve eingeplant.
Der Sozialausschuss empfahl einstimmig, die Planungen der Kita-Erweiterung angelehnt an die Variante II weiter voranzutreiben.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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