bim. Tostedt. Kein Trauercafé, keine Trauergruppe und die ambulante Sterbebegleitung unter veränderten Bedingungen - die Corona-bedingten Einschränkungen erschweren auch diese wichtigen Aufgaben. Regulär sind Sterbebegleiter Gesprächspartner und Zuhörer, sie sitzen am Krankenbett, entlasten Angehörige, spenden Trost. Sie sorgen mit Gesten und auch mit Berührungen für Nähe und gehen auf die Bedürfnisse der sterbenden Menschen ein. Wegen der Pandemie endeten die Angebote des ambulanten Hospizdienstes in Tostedt jedoch im März 2020 von einem auf den anderen Tag.
"Alle Kurse, Projekte, Gruppentreffen, Supervision etc. fielen aus oder wir versuchten, sie zu verschieben. Nach dem ersten Lockdown haben wir im Juni 2020 wieder vorsichtig, unter Einhaltung der Hygieneregeln, angefangen, schwerstkranke und sterbende Menschen in ihrer Häuslichkeit und im Pflegeheim zu begleiten", berichtet Bärbel Krebber, Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes. Stattdessen hätten bei gutem Wetter Gespräche im Freien stattgefunden, es habe viele Telefonate und Briefwechsel gegeben. "Leider konnte ein geplanter Ehrenamtskursus nicht durchgeführt werden. Und die Anfragen für Begleitungen sind seit Beginn der Pandemie stark zurückgegangen. Wir können die Bevölkerung nur ermutigen, uns wieder anzurufen, wenn wir sie in der Familie oder im Freundeskreis unterstützen und entlasten können", sagt Bärbel Krebber. Sie ist erreichbar unter Tel. 04182-8062949 oder im Beratungsbüro in der Bahnhofstraße 17 in Tostedt.
• Statt eines Trauercafés soll künftig an jedem vierten Sonntag im Monat ein zweistündiger Spaziergang für Trauernde inklusive Kaffeetrinken angeboten werden. Alle Interessierten haben dann die Möglichkeit für Gespräche und Begegnungen. Das erste Treffen wird voraussichtlich am 25. April um 15 Uhr am Rathaus Tostedt stattfinden. Anmeldungen an Ute Hennings unter Tel. 04182-7988 oder Elfie Timm-Ostupp unter Tel. 04182-5546.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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