An Amtsgerichten
Einladung zum Tag des Betreuungsrechts

bim. Tostedt. Das ist eine Premiere in Niedersachsen: Die Justiz des Landes veranstaltet am Montag, 23. September, erstmals einen „Tag des Betreuungsrechts“. Insgesamt 73 niedersächsische Amtsgerichte von der Nordsee bis in den Harz beteiligen sich daran, darunter die Amtsgerichte Tostedt und Winsen. Menschen, die bereits mit einer rechtlichen Betreuung zu tun haben, und diejenigen, die sich vorsorglich darüber informieren wollen, sind dazu eingeladen.
Justizministerin Barbara Havliza (CDU) hat den „Tag des Betreuungsrechts“ ins Leben gerufen: „Viel zu oft besteht Unklarheit darüber, welche rechtlichen Folgen die Erkrankung oder Behinderung eines Erwachsenen nach sich ziehen kann. Mancher ist überrascht, wenn Ehepartner oder Eltern eines volljährigen Kindes den Erkrankten nicht ohne Weiteres vertreten können. Mit dem 'Tag des Betreuungsrechts' möchten wir erreichen, dass möglichst vielen Menschen in unserem Land die praktische Bedeutung des Betreuungsrechts bekannt wird. Durch die Erteilung einer Vorsorgevollmacht kann in geeigneten Fällen für den Krankheitsfall vorgesorgt und damit jeder weitere Schritt wesentlich erleichtert werden. Übrigens: Jeder kann sich als ehrenamtlicher Betreuer engagieren.“
Im Foyer des Amtsgerichtes Tostedt gibt es von 14 bis 16 Uhr einen „Marktplatz“ mit Ständen verschiedener Institutionen. Von 16 bis 18 Uhr informieren Experten über Ablauf und Beteiligte eines Betreuungsverfahrens bzw. die Erteilung einer Vorsorgevollmacht anhand eines fiktiven praktischen Falles mit Abwandlungen (Saal CE.02).
Zum Hintergrund: Das Betreuungsrecht ist in der Praxis von enormer Bedeutung, denn es kann jeden betreffen. Ganz egal ob alt oder jung: Jeder Einzelne kann in eine Lage kommen, in welcher er die wichtigen Angelegenheiten seines Lebens nicht mehr eigenverantwortlich regeln kann. Gründe können eine langsam voranschreitende schwere Erkrankung sein - etwa eine Demenz -, oder ein plötzliches Ereignis, das die Lebensplanung von heute auf morgen komplett auf den Kopf stellt, wie ein Verkehrsunfall oder eine nach einer besonderen Belastungssituation auftretende Psychose. Die Fragen, die sich dann stellen, beantwortet zu einem guten Teil das Betreuungsrecht.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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