Faslam in Handeloh: Wo Charlie Chaplin fröhlich nicht nur den Charleston steppt

Setzen sich für die Fortführung der Brauchtumspflege ein: 
Faslamsclub-Vorsitzender Klaus Mundt (re.) und sein "Vize" Jan van Haaster   Fotos: bim / privat
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    Faslamsclub-Vorsitzender Klaus Mundt (re.) und sein "Vize" Jan van Haaster Fotos: bim / privat
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bim. Handeloh. Am kommenden Wochenende sind wieder die Narren in Handeloh los! Drei Tage lang ist dann super Stimmung garantiert. Start ist am Samstag, 10. Februar, mit dem Schnorren im Dorf. Alle Bürger sind aufgerufen, die fröhliche Narrenschar mit Naturalien zu unterstützen.
Um 21 Uhr beginnt der beliebte Lumpenball, der diesmal gemäß des Mottos "back to the roots" an seinem ursprünglichen Veranstaltungsort im "Alten Saal", Hauptstraße 33, wie vor über 40 Jahren stattfindet. Der Lumpenball steht unter dem Motto "Charlie Chaplin" und Charleston. Fröhliche Mitfeiernde im Stil der 1920er Jahre, aber auch in allen anderen Kostümen, sind herzlich willkommen. Angeführt wird der Faslam in diesem Jahr von "Mudder" Klaus und "Vadder" Nadine.
Bevor am Sonntag, 11. Februar, von 15 bis 17.30 Uhr im Hotel Fuchs der Kinderfasching steigt, haben die Faslamsbrüder und -schwestern bereits den Faslamskerl gesucht. Beim Kinderfasching werden wieder phantasievoll verkleidete Mädchen und Jungen erwartet - kleine Raubkatzen, Geister, Prinzessinnen, Wikinger, Feuerwehrleute und Piraten dürfen dann natürlich nicht fehlen. Für Musik zum Toben und Tanzen sorgt DJ Olli. Außerdem gibt es leckeres Popcorn und Zuckerwatte. Geschmückt wird der Saal mit zahlreichen Luftballons. Krönender Abschluss: Die Mädchen und Jungen dürfen ausnahmsweise über die Tische tanzen und erhalten eine kleine Überraschung. Eintritt für Kinder: 1 Euro, für Erwachsene: 2 Euro.
Den Abschluss bildet am Montag, 12. Februar, ab 16 Uhr Kniffeln, Solo und Preisskat im Hotel Fuchs.
Der Faslam in Handeloh - eine schöne Gelegenheit, die Geselligkeit zu pflegen, gute Bekannte zu treffen und neue Freunde kennenzulernen. Das ist gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit besonders wichtig. Deshalb ist es dem Faslamsclub Handeloh wichtig, dieses Brauchtum zu pflegen, und appelliert an alle Bürger, diese Tradition zu unterstützen.
So wurde der Faslam zum 40-jährigen Bestehen des Faslamsclubs im vergangenen Jahr ein großer Erfolg. "Wir bedanken uns bei allen, die uns im vergangenen Jahr unterstützt haben", so Vorsitzender Klaus Mundt. (bim). Dem Faslamsclub Handeloh, vorneweg Vorsitzender Klaus Mundt und sein "Vize" Jan van Haaster, haben sich der Brauchtumspflege verschrieben.

Über die Faslams-Tradition

Im 19. Jahrhundert war im Winter auf den Bauernhöfen zwischen den Ernten weniger zu tun. Für die Mägde und Knechte eine gute Gelegenheit, um zumindest einmal im Jahr zu feiern und den Winter zu vertreiben. Da sie wenig Geld hatten, gingen sie bunt verkleidet durchs Dorf, um von den Bewohnern Lebensmittel und Schnaps zu schnorren. Wer etwas gab, wurde mit einem fröhlichen Lied belohnt. Auch war es in manchen Dörfern üblich, vor dem Faslam ein Schwein zu schlachten.
Dieser Brauch wurde bis heute bewahrt und hat sich zu einem Fest für die ganze Bevölkerung entwickelt.
Begleitet wird der Faslam vom Faslamskerl. In Handeloh werden Beine, Arme und Kopf jeweils von anderen Gruppen gefertigt und gestopft, weshalb es in jedem Jahr eine Überraschung wird, wie der Faslamskerl wohl aussehen mag. Da er ein unsteter "Bursche" ist, müssen die Faslamsfreunde ihn zunächst suchen und die Faslamseltern anschließend gut auf ihn aufpassen. Früher war es auf den Dörfern auch Brauch, sich den Faslamskerl gegenseitig zu stehlen, was für zusätzlichen Spaß sorgte.

Setzen sich für die Fortführung der Brauchtumspflege ein: 
Faslamsclub-Vorsitzender Klaus Mundt (re.) und sein "Vize" Jan van Haaster   Fotos: bim / privat
Zum Abschluss erhalten die Kinder eine kleine Überraschung  Fotos: bim / privat
Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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