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EVB-Bahnübergang auf der B75: Es bleibt laut

"Unter einem 90-Grad-Winkel fahren beide Räder einer Achse gleichzeitig die Schiene an, sodass ein akustisch lauteres Geräusch entsteht", erläutert EVB-Sprecher zum Bahnübergang auf der B75
bim. Tostedt. Fast zehn Jahre kämpfte Anwohner Alfred Scharwächter darum, dass die Fugen auf dem holprigen EVB-Bahnübergang auf der B75 in Tostedt verfüllt oder verkleinert werden, damit das Holpern der darüber fahrenden Fahrzeuge - insbesondere der Lkw - verringert wird. Über die Fugen klagen auch regelmäßig Senioren, die den Übergang mit Rollator oder Rollstuhl passieren müssen. Alfred Scharwächter hat den Kampf inzwischen resigniert aufgegeben. Aus einer Antwort auf eine WOCHENBLATT-Anfrage an die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (EVB) geht nun hervor, dass die EVB dort in absehbarer Zeit nichts unternehmen wird.
"Die Fugen des Bahnübergangs an der B75 sind nicht zu breit, sondern haben die notwendige und vorgegebene Breite, sodass Eisenbahnfahrzeuge den Kreuzungsbereich überqueren können. An der vorhandenen Tragplatte besteht keine Möglichkeit, die Fuge zu verringern", so EVB-Pressesprecher Jens Tellmann.
Der Bahnübergang lasse sich in der Höhenlage nicht ändern. Somit habe die EVB im Oktober 2016 die Anschlussbereiche des Bahnüberganges ertüchtigt, um die Überfahrt der überrollenden Räder gleichmäßiger zu gestalten. "Hierbei wurden diverse Unebenheiten, Risse und Absackungen beseitigt. Bedingt durch den Kreuzungswinkel von 90 Grad zwischen der Eisenbahn und der Straße ist der Bahnübergang aber grundsätzlich lauter als Bahnübergänge, die mit der Straße in einem spitzen bzw. stumpfen Winkel kreuzen", erklärt der Pressesprecher. Während der Baumaßnahme im Oktober 2016 und bei Begehungen nach Fertigstellung habe die EVB festgestellt, dass die Überfahrten der Fahrzeuge tatsächlich gleichmäßiger und weniger holprig seien. Es sei aber auch festgestellt worden, dass der Bahnübergang häufig mit überhöhter Geschwindigkeit überfahren werde. "Folglich entstehen lautere Überfahrgeräusche, besonders bei leeren Lkw."
Die EVB sei bezüglich der Sanierung des Bahnübergangs mit der Samtgemeinde Tostedt in Kontakt. Es werde aber auch nach einer Sanierung einen gehobenen Schallpegel, wie zuvor erläutert, an diesem und baugleichen Bahnübergängen geben.
Was eine Sicherung des EVB-Bahnübergangs "Tostedt-West" auf der B75 angeht, sieht die EVB zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Handlungsbedarf bezüglich einer Beschrankung, weil dort Lichtzeichen mit Fußgängerakustik installiert sind. "Nichtsdestotrotz ist von der EVB vorgesehen, den Bahnübergang mit Schranken auszurüsten. Dies wird nach jetzigem Stand aber nicht in den nächsten fünf Jahren geschehen", so Jens Tellmann.