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Im September rollen die Bagger Am Bahnhof in Tostedt an

bim. Tostedt. "Der Bauantrag ist komplett fertig und wird im September eingereicht. Dann beginnen auch die vorbereitenden Maßnahmen: Das Grundstück wird vermessen und frei geräumt, die Trassen für die Straßen eingerichtet", erläutert Dipl.-Ing.-Architekt Norbert Behrens, Geschäftsführer der Planungsgemeinschaft Nord GmbH (PGN), die das ehemalige Dörnbrack-Gelände in der Straße Am Bahnhof in Tostedt für die Bauherrengemeinschaft Tostedt GbR mit vier Mehrfamilienhäusern bebaut. "Die Ausschreibungen laufen, erste Angebote liegen vor. Wir gehen davon aus, dass wir zum Jahresende mit den Gründungsarbeiten beginnen können. Spätestens im kommenden Frühjahr geht es los mit dem Bau des vorderen Blocks zur Straße", so Behrens, dem bewusst ist, wie schwer es derzeit ist, Handwerker zu bekommen.
Zur Straße Am Bahnhof hin ist ein dreieinhalbgeschossiger Gebäuderiegel geplant, der gleichzeitig als Schallschutz zu der dahinter liegenden Bebauung dient. "Wenn da gemauert wird, starten nach und nach die Arbeiten an den hinteren Blöcken", so Behrens zum Ablauf. Von dem Schallschutz in Richtung Bahntrasse würden auch die Anlieger in der dahinter liegenden Morlaàsstraße profitieren.
Die Gebäude im inneren Bereich des neuen Baugebietes sollen zweigeschossig werden. Dabei handele es sich um barrierefreie, auch für Senioren geeignete Wohnungen. Ein Teil der Wohnungen solle im Rahmen der sozialen Wohnbauförderung zu günstigen Preisen vermietet werden, so Behrens. "Die Wohnungen sind zwischen 50 und 110 Quadratmetern, eineinhalb bis vier Zimmer groß, die Mieten preislich gestaffelt zwischen 8 und 9,50 Euro pro Quadratmeter. Die Vermietung der 90 Wohnungen wird an eine professionelle Verwaltung abgegeben, die in unserem Auftrag arbeitet. Wir möchten einen guten Mix an Mietern haben, der die Gesellschaft widerspiegelt - Familien, Paare, Singles, Junge und Alte", so Behrens. Für die Wohnungen gebe es bereits eine lange Liste mit Interessenten.
Wie berichtet, hatte die PGN die Wünsche der Anwohner berücksichtigt und die zunächst über die Poststraße geplante Zufahrt komplett an die Straße Am Bahnhof verlegt und auch noch auf ein halbes Haus verzichtet, um die Aussicht der Anlieger in der dahinter liegenden Morlaàsstraße nicht zu stark zu beschränken. "Die Anwohner werden von uns regelmäßig informiert, damit sie wissen, was wann passiert und dass alles seine Richtigkeit hat", sagt Norbert Behrens.
Damit es auf der Baustelle nicht zu Diebstählen oder Vandalismus kommt, wird ein Überwachungssystem, das sogenannte "Bauwatch", installiert.
Der Boden auf dem ehemaligen Dörnbrack-Gelände, benannt nach der Familie Dörnbrack, die das Areal seit ca.1926 für verschiedene Betriebszwecke nutzte, sei nicht so kontaminiert wie zunächst befürchtet. "Das sind alles Gerüchte. Wir haben nur um die 50.000 Euro in Bodenaustausch investiert", so Behrens.
Die Vermietung der Wohnungen startet im kommenden Frühjahr, bezugsfertig sollen die Häuser voraussichtlich im Sommer 2020 sein.