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Jüngster Trecker-Fahrer der Region ist ein strenger Beifahrer

Bendix (12) kurz vor Drehstart mit Sven Tietzer
 
Alexandra Eggers fuhr Bennis Trecker bis zum Feld
bim. Heidenau. "Hat dein Trecker auch einen Namen? Meiner heißt 'Brunhilde'", steigt NDR-Reporter Sven Tietzer ins Gespräch ein. "Meiner heißt 'Hans'", erklärt Bendix Eggers aus Heidenau, mit seinen zwölf Jahren wohl der jüngste Trecker-Fahrer der Region. So lässig, wie er wirkt, ist Benni zunächst nicht. Er hat kaum geschlafen und ist ganz aufgeregt, seinem Idol aus der Trecker-Szene wieder zu begegnen. Denn heute steht der junge Mann im Mittelpunkt des TV-Drehs für die Sendung "Treckerfahrer dürfen das".
Wie berichtet, hatten sich Benni und Sven Tietzer im vergangenen Jahr beim Dampf- und Traktorentreffen am Kiekeberg kennengelernt, wo Benni mit seinem McCormick, IHC D 217 Standard, Baujahr 1959, jüngster Aussteller war. Den Trecker hatte er sich von seinem Taschengeld und dem Lohn für Hilfstätigkeiten in der Nachbarschaft zusammen gespart.
Als die TV-Crew in Heidenau eintrifft, wird der Ablauf besprochen. "Ortsschild, ankommen, abfahren, Zimmerbilder", erklärt Sven Tietzer stichwortartig - das eingespielte, junge Team weiß, was zu tun ist.
In seinem Zimmer präsentiert Benni seine Modell-Trecker-Sammlung mit 50 Exponaten. Draußen wird "Brunhilde" abgeladen. Mit dem Porsche Diesel AP 22 tuckert Sven Tietzer zum Haus von Familie Eggers und führt ein erstes kurzes Gespräch mit Benni, der inzwischen an seinem Trecker lehnt. Den soll der Zwölfjährige natürlich auch in Aktion zeigen. Da Benni mit seinem Trecker noch nicht auf öffentlichen Wegen fahren darf, stellt Landwirt Willi Wilkens ein abgeerntetes Feld dafür zur Verfügung. Für den Weg dorthin muss Bennis Mutter Alexandra ans Steuer. "Benni ist ein strenger Beifahrer", berichtet sie. Denn wenn sie die Gänge nicht richtig einlegt, wird sie von ihrem Jüngsten gemaßregelt. "Begleitetes Fahren, nur anders herum", scherzt Tietzer. Er erfüllt Benni während der rund dreistündigen Dreharbeiten auch noch dessen größten Wunsch: ein Trecker-Rennen, das Benni auch tatsächlich gewinnt.
Und wäre das allein nicht schon eine schöne Erinnerung, schenkt Sven Tietzer Benni zum Abschied auch noch eine Miniatur-"Brunhilde", auf die der Moderator schreibt: "Lieber Benni, danke für den tollen Drehtag mit dir und Glückwunsch zum Sieg über 'Brunhilde'."
• Die neue Reihe "Treckerfahrer dürfen das" wird ab 26. September mittwochs ab 21 Uhr ausgestrahlt.

Nette Begegnungen am Rande

Während der Dreharbeiten schauten nicht nur zwei Jungen aus dem Dorf vorbei, die die Beteiligten bei brütender Hitze mit Getränken versorgten, sondern auch Caren Rutten. Sie und ihr Mann Stefan leben in Heidenau, hatten 1993 mit Sven Tietzer in Salzgitter Abitur gemacht und sich seit 25 Jahren nicht gesehen.
Nach dem WOCHENBLATT-Bericht über Bendix schaute ein 75-jähriger Treckerfan aus Wintermoor spontan bei dem jungen Treckerfreund vorbei. Der Senior ist Abonnent der Fachzeitschrift "Schlepper-Post" und will dem Zwölfjährigen nun regelmäßig die ausgelesenen Hefte vorbei bringen. Und - wie der Zufall es will - heißt der 75-Jährige auch noch wie ein Trecker - nämlich Lanz, Peter Lanz. Er schenkte Benni auch noch Spritgeld und eine Fahrzeugbatterie. "Das war eine schöne Überraschung", freute sich Bendix' Mutter Alexandra Eggers.