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Keine Ferien im Tostedter Schulzentrum

Patrick Wieser von der Gebäudewirtschaft des Landkreises auf der Baustelle im Oberstufenzentrum Fotos: bim
bim. Tostedt. Während die Kinder und Jugendlichen ihre Ferien genießen, wird im Tostedter Schulzentrum eifrig gehämmert, geschweißt und gespachtelt. Das Oberstufenzentrum wird umgebaut und renoviert, der Pavillon der Realschule und Unterrichtsräume der Hauptschule werden saniert. Außerdem erhält die Realschule ein barrierefreies WC. Insgesamt 696.000 Euro lässt sich der Landkreis als Schulträger die fünf Baumaßnahmen kosten. Patrick Wieser von der Gebäudewirtschaft des Landkreises Harburg führte das WOCHENBLATT über die Baustellen.
Größte Baustelle ist der Pavillon der Realschule, der - inklusive des Daches - energetisch saniert wird. "Das Gebäude stammt aus den 1970er Jahren. Es stellte sich die Frage, ob das Gebäude abgerissen oder saniert werden soll", so Wieser. Die Entscheidung fiel auf die Sanierung. "Die Substanz ist gut. Das Gebäude wäre nur abgerissen worden, wenn es an anderer Stelle eine größere Erweiterung gegeben hätte", erläutert Patrick Wieser. Denn im Pavillon befinden sich vier Klassenräume.
Die Betonstelen zwischen Hauptgebäude und Pavillon sollen entfernt und der bisher tote Raum künftig als Schulhof, für eine Außenlernklasse und den Frühstücksverkauf genutzt werden. Die Fläche davor soll mit einer Kletterlandschaft aufgewertet werden.
Das 1997 für die frühere Orientierungsstufe errichtete Gebäude heißt seit Abschaffung derselben im Jahr 2004 Oberstufenzentrum und bietet Platz für zusätzlich erforderliche Klassenräume. Zum Beispiel werden der frühere Putzmittelraum und der Kunstbereich in zwei Klassenräume umgewandelt. Das alte Lehrerzimmer und die Küche sowie der naturwissenschaftliche Bereich bieten sich an für das Projekt "geschützter Raum" der Hauptschule. Dafür werden Wände abgebrochen und versetzt und manche Tür zugemauert.
Das Erdgeschoss des Oberstufenzentrums wird nach den Ferien von der Hauptschule und das Obergeschoss vom Gymnasium mit bezogen, das spätestens ab 2020 mit Wiedereinführung des 13. Jahrgangs auf zusätzliche Räume angewiesen ist.
In fast allen sanierten Räumen haben die Kreidetafeln ausgedient. Sie werden durch sogenannte "Active panel", digitale Tafeln mit Internetanschluss, ersetzt. "Das Gymnasium ist eine der wenigen Schulen, die noch Kreidetafeln verwenden wird", berichtet Patrick Wieser. Die Tafeln können aber hochgeschoben und die Fläche darunter für Beamer-Projektionen genutzt werden.
Ergänzt wird außerdem der Sonnenschutz. "Der musste früher nur bis zur sechsten Stunde funktionieren und wird künftig bis zur zehnten Stunde gebraucht", so Wieser.
Was den dringend sanierungsbedürftigen Sportplatz angeht, warte der Landkreis noch auf Fördergelder.