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Krippe Handeloh: Betreuung der Jüngsten in quietschgrünen Räumen

Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam (li.) und Patrick Scholbe von der Gebäudewirtschaft vor dem Krippenanbau am Handeloher Kindergarten Fotos: bim
 
Blick in den hellen und großzügigen Gruppenraum. Wenn gewünscht, kann dort später auch eine Schaukel integriert werden
bim. Handeloh. Der Betreuung der Jüngsten kommt eine besondere Bedeutung zu, denn immer mehr Eltern sind auf beide Einkommen angewiesen. Da wollen sie ihren Nachwuchs gut betreut wissen. Diesen Bedarf hat die Samtgemeinde Tostedt erkannt und baut seit Jahren das Betreuungsangebot stetig aus. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Handeloh, die das Grundstück zur Verfügung stellte, ist nun auf rund 170 Quadratmetern eine Krippe für 15 Kleinkinder an den Handeloher Kindergarten angebaut worden. Baubeginn war im Januar. Nach und nach soll sie ab dem 1. Oktober bezogen werden. In dieser Woche erfolgen die Rest-Arbeiten.
"Für die Krippen-Eltern mit ihren Kindern gibt es einen separaten, barrierefreien Zugang", erläutert Patrick Scholbe von der Gebäudewirtschaft. In dem Vorraum gibt es genügend Platz für Kinderwagen und Buggys. Von dort geht es in einen hellen, großzügigen Gruppenraum, von dem es zwei Ausgänge zu zwei gepflasterten Terrassen und zum weitläufigen Außengelände gibt. Als Außenspielgeräte wird es eine Nestschaukel, eine kleine Sitzgruppe, einen Sandkasten mit integrierten Sandspielgeräten sowie genügend Fläche für Bewegung und durch Bepflanzungen Rückzugsmöglichkeiten geben.
An den Gruppenraum grenzen der Schlafraum sowie der Badbereich mit Sanitäranlagen und Wickeltisch sowie einer kleinen Bade-Spiellandschaft, in der die Jüngsten an Wasser gewöhnt oder nach einem Schlamassel auch abgeduscht werden können. Gruppen- und Schlafraum sowie der Badbereich sind jeweils mit Fenstern ausgestattet, sodass die Erzieherinnen die Kleinen stets im Blick haben.
In Absprache mit dem Kindergarten-Team wurden die Wände in Weiß und Quietschgrün gestaltet.
Betreut werden die Jüngsten von drei Erzieherinnen, davon eine, die von 20 Stunden aufwärts eingestellt ist.
Die neue Krippe und der bestehende Kindergarten sind durch eine Brandschutztür verbunden, sodass der Kindergarten den neuen Multifunktionsraum in der Krippe mit nutzen kann, u.a. für das gemeinsame Mittagessen, denn: "Die Anzahl der Essen nimmt zu", so Patrick Scholbe.
Von der ersten politischen Beratung im März 2017 bis zur Realisierung der Handeloher Krippe hat es immense Preissteigerungen am Bau gegeben, von denen alle Kommunen betroffen sind (das WOCHENBLATT berichtete). Erste Schätzungen gingen von 405.000 Euro aus, nach Fertigstellung wird die Krippe nun 580.000 Euro kosten. "Das hat man nicht in der Hand. Es ist schon gut, Angebote und Handwerker zu bekommen und dass alles fertig wird", so Tostedts Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam.
Eine Einweihungsfeier soll es geben, allerdings ist die noch nicht terminiert. Schließlich müssen sich erst die jungen Nutzer der Krippe eingewöhnen.



Der Bedarf wächst stetig

Der Bedarf an Krippenplätzen wächst - auch in der Samtgemeinde Tostedt. "Wir haben in allen Kindergärten altersübergreifende Gruppen, in denen auch Kinder ab zwei Jahren mitbetreut werden", sagt Peter Dörsam. Allerdings zählt die Betreuung der Jüngsten wegen des höherem Aufwands wie zwei Plätze.
Krippenplätze gibt es in der Samtgemeinde u.a. im "Kinderhaus Dieckhofstraße", im "Kinderland Tostedt", in den Krippen "Minitos" in Tostedt und Otter sowie im "Krümelhaus Wistedt".
Auch der Bedarf für die 15 neuen Krippenplätze in Handeloh ist gegeben, zumal gerade das Baugebiet an der Wörmer Straße bebaut wird, das die Gemeinde insbesondere mit Blick auf junge Familien entwickelt hat. "Weiteren Bedarf für eine Erweiterung der Handeloher Krippe sehen wir derzeit nicht", so der Samtgemeinde-Bürgermeister. Wenn mehr Plätze benötigt würden, wäre eher eine Krippe am Kindergarten in Welle denkbar. Denn die Kleinkinder aus Welle und Kampen besuchen derzeit auch Krippe und Kindergarten in Handeloh.