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Parkhaus am Tostedter Bahnhof wird gesperrt

Das Parkhaus am Tostedter Bahnhof wurde im November 2013 eingeweiht (Foto: bim)
bim. Tostedt. Wegen Beschichtungsarbeiten auf den beiden oberen Ebenen wird das Parkhaus am Tostedter Bahnhof vom 30. Juni bis zum 9. Juli gesperrt. Die Arbeiten wurden in die Ferienzeit gelegt, damit möglichst wenig Pendler betroffen sind.
Die Samtgemeinde Tostedt empfiehlt Autofahrern, die ihre Fahrzeuge für mehrere Tage abstellen wollen, z.B. für Urlaubsreisen oder über das Wochenende, auf die anderen Park+Ride-Parkplätze auszuweichen. Fahrzeuge, die die Bauarbeiten behindern, müssen abgeschleppt werden. Bei den engen Raumverhältnissen im Parkhaus könne das mit hohen Kosten verbunden sein, so die Verwaltung.
In der jüngsten Sitzung des Tostedter Samtgemeinderates hatte Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam einen Fragenkatalog der CDU/WGW-Gruppe zu den P+R-Anlagen am Bahnhof beantwortet.
Parkplätze: Demnach befinden sich auf der P+R-Anlage in der Zinnhütte 212 und auf der am Helferichheim 142 Pkw-Stellplätze. Weitere 357 Parkplätze gibt es im Parkhaus. Die Pendler, die aufgrund des günstigen HVV-Tarifs auch aus den Nachbarlandkreisen ab Tostedt mit der Bahn fahren, nutzen außerdem die ehemalige Verladerampe sowie die Straßen Am Bahnhof, Poststraße und Zinnhütte zum Parken. Nach Ergebnis der regelmäßigen Zählungen wurden 2017 durchschnittlich 96 Pkw an diesen Straßen im Bahnhofsumfeld ermittelt.
Betriebskosten: Das mit dem Parkhaus-Bau in Tostedt beauftragte Ingenieurbüro Albers-Parken Consulting hatte 2013 als Richtwert 46.000 Euro jährlich angegeben. Im vergangenen Jahr wurden für Strom, Versicherungen, Wartungen/Inspektionen für das Parkhaus und Instandhaltung der P+R-Anlagen insgesamt rund 23.800 Euro ausgegeben. Hinzu kommen 26.500 Euro Personalkosten. In den Summen enthalten sind die Aufwendungen für die Fahrradabstellanlagen, Reinigung, Beschilderung und Schlösser.
Schadensbeseitigung: Die Kosten für die Schadensbeseitigung werden erst aufgelistet, nachdem die Vandalismusschäden seit vergangenem Herbst solche Ausmaße angenommen haben, dass die Samtgemeinde vermehrt Strafanzeigen bei der Polizei gestellt hat. Einige Schäden aus dem Vorjahr würden erst in diesem Jahr kassenwirksam, so wie die Reparaturkosten für den spektakulären Unfall im Parkhaus im Dezember 2017, die in diesem Jahr bezahlt und durch die Versicherung erstattet wurden. Die Vandalismus-bedingten Kosten betrugen im vergangenen Jahr ca. 6.894 Euro und im ersten Halbjahr 2018 bereits 15.800 Euro.
Zins- und Tilgungszahlungen: Der Anteil der Samtgemeinde am insgesamt 4,3 Millionen Euro teuren Parkhaus liegt bei 1,11 Millionen Euro. Laut Verwaltung wurde das Parkhaus aus den liquiden Mitteln bzw. Überschüssen der laufenden Verrwaltungstätigkeit bezahlt. Somit fielen keine Zinsen- und Tilgungszahlungen dafür an.