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Seniorenwohn- und Pflegeheim Homann in Tostedt feiert Jubiläum

Feiern das 50-jährige Bestehen der Seniorenwohnanlage Homann (v. li.): Verwaltungsleitung Marion Rhode, Geschäftsführer Bernd Homann und Heimleitung Elke Kühle (Foto: bim)
 
Das Team des Seniorenpflegeheims Homann im Park vor dem schönen Pavillon
 
Ein Blick auf die frühere Altenpension (li.) und den ersten Zwischenbau aus dem Jahr 1974 (Foto: privat)
bim. Tostedt. Die Seniorenwohnanlage und das Seniorenwohnheim Homann in der Niedersachsenstraße 25-29 in Tostedt blickt dieser Tage auf sein 50-jähriges Bestehen zurück. Angefangen in einem Privathaus und gegründet von Wilma und Siegfried Homann, wird es nun in zweiter Generation von Bernd Homann geführt. Bei den vielfältigen Aufgaben wird er von Verwaltungsleitung Marion Rhode und Heimleitung Elke Kühle sowie einem kompetenten Team aus 52 Mitarbeitern in Pflege, Küche und Service unterstützt.
Das Haus, das im vergangenen halben Jahrhundert stetig gewachsen ist, hat sich den wechselnden Bedürfnissen beim Wohnen und bei der Betreuung von Senioren gestellt. Heute verfügt die Einrichtung über insgesamt 47 Heimplätze, von denen 38 als Einzelzimmer angeboten werden. Für Bewohner, die nicht gerne allein sein möchten, und für Ehepaare stehen einige Zweibettzimmer zur Verfügung.
Die Zimmer haben Größen von 18 bis 30 Quadratmeter und bieten den Senioren ein komfortables Wohnen über den Mindeststandard hinaus. Außerdem verfügen die Räume zum Teil über einen Balkon oder eine Terrasse. Die Zimmer können nach eigenen Vorstellungen eingerichtet werden und sind jeweils mit einem behindertengerechten Bad, Dusche und WC sowie Notruf-, Rauch- und Brandmeldeanlagen ausgestattet.
Für das Wohlbefinden und kleine Spaziergänge steht ein rund 9.000 Quadratmeter großer gepflegter Park samt Schatten spendenden Bäumen, einem schmucken Pavillon und einem Teich zur Verfügung.
Die Wohnbereiche befinden sich auf drei Etagen. Auf jeder Etage steht den Bewohnern ein Aufenthaltsraum zur Verfügung, in dem auch die Mahlzeiten eingenommen werden. Mehrere gemütliche Sitzecken bieten die Möglichkeit zur Unterhaltung.

Zur Geschichte des Seniorenwohn- und Pflegeheims Homann

Das Seniorenwohn- und Pflegeheim Homann in Tostedt feiert sein 50-jähriges Bestehen. Grund genug, einen Blick auf die Anfänge und die Entwicklung zu werfen.
Wie wichtig altersgerechtes Wohnen ist, haben die Taxi- und Autovermietungs-Unternehmer Wilma und Siegfried Homann erkannt, als sie im Sommer 1968 in einem Privathaus eine Altenpension für acht Personen in Tostedt eröffneten. "Meine Mutter hatte Lust dazu, sie hat gerne andere Menschen bekocht. Mein Vater war bei der Gemeinde als Verwaltungsangestellter tätig und in der Pension für die Finanzen zuständig", erzählt Bernd Homann, der das heutige Seniorenpflegeheim in zweiter Generation leitet.
Ein Privathaus wurde für die Senioren entsprechend umgebaut, die alten Öfen wurden aus-, eine neue Ölheizung eingebaut, auch erhielt jedes Zimmer ein Waschbecken. Die älteren Herrschaften, die gerne aufs Land wollten, kamen zunächst vor allem aus dem Umkreis von Hamburg.
Der Bedarf stieg. Im Jahr 1974 hatte Siegfried Homann daher die Idee, zwischen das Privathaus und das eigene Wohnhaus einen Zwischenbau zu setzen, um bis zu 34 Senioren Platz zu bieten. "Doch zwischendurch ging das Geld aus, der Bau stagnierte, da mein Vater im Krankenhaus war und meine Mutter alleine vor der Herausforderung stand", erinnert sich Bernd Homann. Er organisierte bei einer Bank ein Darlehen, und so wurde die erweiterte Pension doch noch 1974 bezugsfertig. Ab da kam zu dem Seniorenwohnen bei Bedarf die Pflege hinzu.
Am 1. Juli 1977 wurde die Altenheim Homann GmbH gegründet, Anfang 1979 kam Bernd Homann in den Betrieb und unterstützte seine Eltern im Büro, im Garten und übte Hausmeistertätigkeiten aus. Am 29. Juni 1989 zogen sich Wilma und Siegfried Homann aus der Geschäftsführung zurück und überließen ihrem Sohn Bernd die alleinige Verantwortung.
"Als ich als Heimleiter und Geschäftsführer anfing, war ich alleine, unterstützt von rund 15 Mitarbeitern in der Pflege und in der Küche", berichtet Bernd Homann. Durch den Umbau des ehemaligen Wohnhauses der Eltern - überwiegend in Eigenleistung - stockte er die Platzzahl auf 42 auf. "Jedes Zimmer wurde mit kleinem Vorflur und einem seniorengerechten Bad ausgestattet", so Homann. Gemeinschaftsveranstaltungen fanden im großen Speisesaal statt.
Mit der Zimmerzahl wuchs der Bedarf an weiteren Mitarbeitern, die Bernd Homann nach und nach einstellte, inklusive einer Pflegedienstleitung, und er erwarb erfolgreich eine Qualifikation zum Heimleiter.
Wurde die Platzzahl bis zu diesem Zeitpunkt nach und nach erweitert, wollte er schließlich eine große Lösung und nahm dafür in Kauf, auf einige Plätze und damit auf Einnahmen zu verzichten.
1997 ließ er das weiße Pensionshaus abreißen und baute komplett neu. Neben der Mitarbeiterführung und dem Schreiben von Dienstplänen legte Bernd Homann manche Nachtschicht ein, um zu spachteln, zu tapezieren und zu streichen. Gemeinsam mit seiner späteren Frau plante er das neue Seniorenheim und zwar so, wie es sich heute darstellt. "Wir haben viel darüber gesprochen, wie groß die Räume werden sollen und was wohin kommt. Wir haben mit unseren Vorstellungen den Architekten beinahe in den Wahnsinn getrieben. Er musste die Zeichnung dreimal ändern", denkt Bernd Homann zurück. "Wir wollten nicht nur nach der Heim-Mindestbauverordnung bauen, sondern größer. Dadurch haben wir zwar weniger Plätze, aber die Senioren haben vernünftige Zimmergrößen."
Geschaffen wurden im ersten Bauabschnitt zwölf Appartements für Betreutes Wohnen. Die erste Bewohnerin zog dort 1998 ein. 1999 wurde das frühere Wohnhaus abgerissen und dort neu gebaut. Im Oktober 2001 schließlich wurde der Mittelteil fertiggestellt.
"Dann konnten wir langsam wieder mehr Bewohner aufnehmen und neue Kollegen einstellen", so Bernd Homann. Diese Mitarbeiter halfen - sofern erforderlich - beim Umzug und beim Einrichten der neuen Zimmer mit. 90 Prozent des damaligen Teams sind heute noch für das Seniorenwohn- und Pflegeheim Homann tätig.

Die Leistungen

Das Seniorenpflegeheim Homann ist bestens aufgestellt und auch ein wichtiger Arbeitgeber. So sind dort inzwischen 52 Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen beschäftigt, nicht nur in der Pflege und Betreuung der Senioren, sondern auch in der hauseigenen Küche, Reinigung und Wäscherei. "So können wir auch individueller auf die Bewohner eingehen", sagt Verwaltungsleitung Marion Rhode.
Die Senioren erhalten Unterstützung in allen Bereichen des täglichen Lebens, um so lange wie möglich selbstbestimmt leben zu können.
Multifunktionelle Pflegebetten und hydraulische Badewannen gehören zum Standard. Bei der Pflege orientieren sich Leitung und Mitarbeiter am Modell der prozessfördernden Pflege nach Monika Krohwinkel. Gemäß des Mottos "so viel Hilfe wie nötig, so wenig wie möglich" werden Anreize für körperliche und geistige Mobilisierung und Aktivierung gegeben.
Den Senioren werden durch eine erfahrene Altentherapeutin und die geschulten Mitarbeiter eine Vielzahl von Beschäftigungsmöglichkeiten geboten wie:
• Erinnerungsarbeit
• Gedächtnistraining
• gemeinsames Spielen
• Gespräche
• Kraft- und Balancetraining
• Übungen zur Körperwarhnehmung
• jahreszeitliche Feste
• Spaziergänge
• Ausflüge und Kaffeefahrten
• Gartenarbeit am Hochbeet.
Das Seniorenwohn- und Pflegeheim Homann arbeitet zudem mit ortsansässigen Ärzten zusammen.
Direkt vor dem Haus befindet sich eine Bushaltestelle, der Bahnhof ist nur 15 Geh-Minuten entfernt. In unmittelbarer Nähe befinden sich auch die Bäckerei Weiss, das Hotel und Restaurant Wiechern sowie der Obsthof Busch mit seinem eigenen frischen sowie regionalen Obst- und Gemüse.


Ein Dank an die Mitarbeiter

Die 52 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seniorenwohn- und Pflegeheims Homann werden durch regelmäßige Fortbildungen für die sich ständig ändernden Anforderungen geschult. Dadurch wird die hauseigene Qualität weiterentwickelt und regelmäßig überprüft. Klare Aufgabenbeschreibungen ermöglichen und stärken zudem ein eigenverantwortliches Handeln.
Außerdem bildet das Seniorenwohn- und Pflegeheim Homann junge Menschen zu Altenpflegern aus. Sie erlernen fachliche und soziale Kompetenzen und die Arbeit im Team. So wird die künftige Pflege und Betreuung der Bewohner durch kompetente Mitarbeiter sichergestellt.
Bernd Homann bedankt sich bei allen Mitarbeitern für die wertschätzende Zusammenarbeit in all den vergangenen Jahren und für die unermüdliche Einsatzbereitschaft zum Wohle der Bewohner des Seniorenwohn- und Pflegeheims Homann. „Ich bin stolz darauf, ein so tolles Team an meiner Seite zu haben", sagt der Geschäftsführer.
Sein besonderer Dank geht an die langjährigen Mitarbeiter, die bereits seit 18 bis 34 Jahren zum Team zählen oder auch schon im wohlverdienten Ruhestand sind. "Sie haben in den Jahren des Umbaus mit angepackt und das Haus mit gestaltet. Ganze Familien der Mitarbeiter haben diese Phase mit unterstützt. Das hat das Team zusammengeschweißt, und dieser Zusammenhalt prägt unser Haus bis heute", so Bernd Homann.