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Ausstellung zum Ende des Ersten Weltkriegs in Tostedt: "Wir dürfen nicht vergessen"

Bei der Eröffnung der Ausstellung (v. li.): Bürgermeister Gerhard Netzel, die stv. Landrätin Anette Randt, Schulleiterin Petra Simons-Schiller, Lehrerin Elke Müller sowie Karl-Friedrich Boese und Jan Effinger vom Volksbund (Foto: Marion Wenner)
bim. Tostedt. Hundert Jahre ist es her, dass der Erste Weltkrieg beendet wurde. Daran erinnert noch bis kommenden Freitag, 28. September, eine Ausstellung in der Tostedter Erich-Kästner-Realschule, Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 12. Der Titel: "14/18 - mitten in Europa".
Auf drei Stellwänden informiert diese Ausstellung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge über den politischen Weg in den Krieg, die wesentlichen militärischen Ereignisse sowie das Schicksal der Soldaten und der Bevölkerung an der sogenannten Heimatfront. Die Folgen dieses oftmals auch als "Urkatastrophe" bezeichneten Krieges - etwa die Konflikte im Nahen Osten - sind bis heute spürbar und durch eine Beschäftigung mit dem Ersten Weltkrieg besser zu verstehen.
Rund 60 Schüler des achten Jahrgangs haben sich im Unterricht mit den geschichtlichen, politischen und geographischen Zusammenhängen des Ersten Weltkriegs beschäftigt, wie Lehrerin Elke Müller berichtet. Anlässlich der Ausstellungseröffnung stimmten die Jugendlichen die geladenen Gäste mit Rollenspielen, Gedichten und Musik auf die Ausstellung ein.
"Es gehört dazu, sich als mündiger Bürger mit diesem Thema auseinanderzusetzen", appellierte Schulleiterin Petra Simons-Schiller an die Schüler. Ihr Bericht über das Schicksal ihres Großvaters machte betroffen: Zwei an die Leinwand geworfene Fotos zeigten ihn, wie er in schicker Uniform in den Krieg gezogen war, und wie er mit schwerer Kopfverletzung im Lazarett endete.
Tragische Kriegsschicksale waren auch in der Familie von Tostedts Bürgermeister Gerhard Netzel zu beklagen. "Um bestimmte politische Entwicklungen aufzuhalten, sind Tage wie der Volkstrauertag wichtig, denn wir dürfen nicht vergessen!", sagte er.
Anette Randt, stellvertretende Landrätin, und Karl-Friedrich Boese, Bildungsreferent des Volksbundes, betonten in ihren Ansprachen, es sei keine Selbstverständlichkeit, in Deutschland und Europa seit 73 Jahren in Frieden zu leben, während weltweit rund 30 kriegerische Konflikte schwelen.