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Die Gemeinde Tostedt erhöht die Hunde- und die Vergnügungssteuer

Die Hundesteuer wird in Tostedt angehoben (Foto: bim)
bim. Tostedt. Die Hundesteuer in der Gemeinde Tostedt wird angehoben: für den ersten Hund von 54 auf 60 Euro, für den zweiten Hund von 82 auf 90 Euro, für jeden weiteren Hund von 108 auf 120 Euro sowie für jeden gefährlichen Hund von 512 auf 528 Euro. Das hat der Gemeinderat jetzt bei zwei Enthaltungen beschlossen.
Zur Sprache kam in dem Zusammenhang die Anmeldungsquote: "Es fiel auf, dass die Zahl der angemeldeten Hunde im Bezug auf die Bevölkerung niedriger ist als bei Vergleichskommunen", so Gemeindedirektor Dr. Peter Dörsam. So kämen auf die rund 14.200 Einwohner der Gemeinde Tostedt nur 820 angemeldete Hunde, was 5,9 Prozent entspreche. In der Gemeinde Rosengarten mit 13.500 Einwohnern gebe es 1.142 Hunde (8,46 Prozent), in der Samtgemeinde Hanstedt mit 14.400 Einwohnern 1.400 Hunde (9,72 Prozent) und in dem von der Siedlungsstruktur her vergleichbaren Lilienthal (Kreis Osterholz) mit 18.800 Einwohnern 1.274 Hunde (6,78 Prozent).
"Wir müssen davon ausgehen, dass die Ehrlichkeit bei den Anmeldungen verbesserungsfähig ist", formulierte Dörsam vorsichtig, dass manche Hundehalter vermutlich die Steuerzeche prellen. Dabei sei es einfach, den Hund bei der Gemeinde anzumelden - entweder übers Bürgerbüro oder online (www.tostedt.de). Im Zweifel müssten Kontrollen durchgeführt werden.
Begründet wird die Anhebung damit, dass die Hundesteuer seit 1992 nicht wesentlich erhöht worden sei. Weil Hundehalter bei der Anmeldung Haftpflichtversicherung, Chip-Nummer, Registrierung im Hunderegister sowie die theoretische und praktische Sachkunde nachweisen müssen, sei ein zunehmender Verwaltungsaufwand erforderlich.
Außerdem habe die Gemeinde höhere Aufwendungen durch die wöchentliche Leerung der Müllbehälter an den elf Hundestationen.
• Angehoben wurde auch die Vergnügungssteuersatzung von zehn auf 14 Prozent auf Einzelspielgeräte und von zwölf auf 16 Prozent auf Spielhallen. Das habe zwei Vorteile: Die zusätzlichen Einnahmen fließen komplett in die Gemeindekasse, und die Anhebung diene der Bekämpfung der Spielsucht, so Dörsam.