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Heidenau: Vor Gewerbe-Ansiedlung werden die Bürger informiert

bim. Heidenau. Unternehmen, die im Heidenauer Gewerbegebiet ansiedeln möchten, sollen sich zunächst im nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss und vor einer Entscheidung durch den Rat in einer Einwohnerversammlung vorstellen. Das hat die UWG Heidenau beantragt. Ein weiterer ihrer Vorschläge: Die Größe einer Gewerbeansiedlung solle die Hallengröße des "Arla"-Kühllagers, das nach der Erweiterung rund 17.000 Quadratmeter umfasst, nicht überschreiten.
Wie berichtet, hatte der Rat im September beschlossen, das Gewerbegebiet hinter dem Molkerei-Riesen "Arla" um 15 Hektar zu erweitern und bei der Samtgemeinde Tostedt die entsprechende Flächennutzungsplan-Änderung zu beantragen. Hintergrund war, dass ein Logistikunternehmen eine Flächen-Anfrage an die Gemeinde gerichtet hatte.
"Die 15 Hektar sind jetzt erstmal vom Tisch", sagt Bürgermeister Reinhard Riepshoff (UWG). Insofern sei auch die angekündigte Einwohnerversammlung nicht mehr notwendig gewesen, weil die Gemeinde grundsätzlich überlege, wie sich sich bei Flächenanfragen von Gewerbebetrieben aufstellen wolle.
Im Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) 2025 des Landkreises sei Heidenau nur noch als Arbeitsstättenschwerpunkt und nicht mehr - wie beim ersten Entwurf - für Mobilität, Verkehr und als Logistikstandort ausgewiesen.
Das heißt: Heidenau soll Arbeitsplätze schaffen auf der Grundlage flächensparender Bauweise und einem standortangepassten Branchenmix. "Die Aufgabe als Arbeitsstättenschwerpunkt wollen wir entsprechend unserer Gemeindegröße wahrnehmen, aber zu den Bedingungen, die wir uns als Gemeinde vorstellen können", so Riepshoff.
Dafür gelte es jetzt, die Planungsgrundlagen zu schaffen. "Wir wollen Vorhaben-bezogen handeln. Ich welcher Größe eine F-Plan-Änderung beantragt wird, ist abhängig davon, was wir uns als Firma hier vorstellen können", so Riepshoff. So wolle die Gemeinde künftig im Vorfeld wissen: Wer zieht ein?, Wer ist der Mieter?, Wir langfristig sind die Verträge? Denn eines wollen die Heidenauer in jedem Fall verhindern: dass der Verkehr im Ort zunimmt.
• Über dieses Vorgehen berät der Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch, 19. Dezember, um 20 Uhr im Feuerwehrgerätehaus.