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Infostand zum Hambacher Forst: Über Klimaschutz und Kohle-Ausstieg

Wann? 28.09.2018 09:00 Uhr

Wo? Platz Am Sande, Am Sande, 21255 Tostedt DEauf Karte anzeigen
Herbert Maliers (Greenpeace) kritisierte das Vorgehen der RWE (Foto: archiv)
Tostedt: Platz Am Sande | bim. Tostedt/Buchholz. Die Geschehnisse rund um den Hambacher Forst, wo Tausende Menschen seit Wochen gegen den Braunkohleabbau demonstrieren, bewegen auch die Menschen in der Region. Auf dem Tostedter Wochenmarkt gibt es dazu am kommenden Freitag, 28. September, ab 9 Uhr einen Infostand.
Die Initiatorinnen Daniela Warnken und Isabel Schaper aus Dohren wollen mit Passanten über Klimaschutz und Kohleausstieg reden. Beide engagieren sich als Privatpersonen und werden von Greenpeace unterstützt. Zusammen mit Freunden wollen die beiden nicht nur Informationen weitergeben, sondern auch einen „Wunschbaum“ aufstellen. Dort können die Marktbesucher ihre Wünsche für den Hambacher Wald, aber auch allgemein für Natur und Umwelt aufhängen. Die gesammelten Wünsche werden dann ans Umweltministerium in Nordrhein-Westfalen weitergeleitet.
Daniela Warnken: „In der vergangenen Woche gab es schon eine ähnliche Aktion auf dem Wochenmarkt in Tostedt, als ein paar junge Leute Musik machten und Flyer verteilten. Es hat mich sehr gerührt, dass dieses Thema auch die Leute bei uns in der Region bewegt." Gemeinsam mit Isabel Schaper möchte sie etwas zu dieser Bewegung beitragen und mit vielen Menschen ins Gespräch kommen.
• In Buchholz kamen jetzt 70 Buchholzer Bürger zum Emporeteich, um ihre Solidarität mit den Baumschützern im Hambacher Forst zu untermauern. Grünen-Politikerin Elisabeth Bischoff wies auf die Bedeutung dieses Waldes hin, der in Hambach seit 12.000 Jahren wächst. "Von ursprünglich 4.000 Hektar sind nur noch 400 Hektar erhalten", erklärte sie.
Herbert Maliers von Greenpeace kritisierte, dass RWE ab Oktober weitere 100 Hektar Wald für den Braunkohletagebau roden lassen will. Und das: "Obwohl wir mit dem außergewöhnlich heißen Sommer und seinen starken Regenfällen gerade eine Ahnung von den Auswirkungen des Klimawandels bekommen. Obwohl schon jedes Schulkind weiß, dass Braunkohle die klimaschädlichste Form der Energiegewinnung ist. Und obwohl eine Kommission in Berlin gerade über den Kohleausstieg verhandelt und bis Ende des Jahres einen Plan dafür erarbeiten will, welches Kohlekraftwerk wann abgeschaltet wird und wie der Strukturwandel in den entsprechenden Regionen gestaltet werden soll", so Maliers.
Die RWE-Behauptung, ohne die Tagebauerweiterung würden in Nordrhein-Westfalen die Lichter ausgehen, lasse sich schon damit widerlegen, dass große Mengen des in Deutschland produzierten Kohlestroms ins Ausland verkauft würden, so der Greenpeace-Aktivist weiter.