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Rettungswache soll in Tostedt bleiben

Die Rettungswache ist derzeit mit im Feuerwehrhaus Tostedt untergebracht
bim. Tostedt. Die Rettungswache soll auf jeden Fall dauerhaft in Tostedt bleiben - das ist die Überzeugung der Samtgemeindeverwaltung. Allerdings fehlt bis jetzt ein eigener Standort. Seit zwei Jahren wird für die Rettungswache Raum im Tostedter Feuerwehrhaus mit genutzt. Diese provisorische Lösung wird nun wohl noch etwas länger bestehen bleiben, informierte Tostedts Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam auf Anfrage der CDU-/WGW-Gruppe in der jüngsten Ratssitzung. Der Platz reiche schon jetzt nicht mehr aus. Nun sollen für zwei Jahre zwei Container angeschafft werden, die dem Personal als Aufenthaltsräume dienen und die links des Eingangs der Rettungswache aufgestellt werden sollen.
Der Landkreis hatte bei der Samtgemeinde gefragt, ob an dem jetzigen Standort eine Erweiterung möglich ist. Doch das ist nicht der Fall. Klare Worte fand WGW-Ratsherr Sven Bauer, der auch Gemeindebrandmeister ist: "Wir brauchen den Platz für die Einsatzkräfte der Feuerwehr und für die kommunale Einsatzleitung. Der Landkreis ist zuständig und muss jetzt mal in die Hufe kommen", sagte er.
Offenbar liegen alle Hoffnungen auf dem DRK-Ortsverein Tostedt, der seit Jahren plant, alle Rotkreuz-Angebote an der Ecke Bahnhofstraße/Triftstraße unter einem Dach zu vereinen (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach). Bisher sind Geschäftsstelle und Bereitschaft, Fahrzeuge und das beliebte Kaufhaus "Fundus" an verschiedenen Orten auf Gemeindegebiet verteilt. "Wir kommen mit unserer Planung nicht weiter, solange wir vom Landkreis keine Klarheit haben", meinte Tostedts DRK-Vorsitzender Dieter Weis zu der Frage, ob das DRK weiter den Rettungsdienst bedienen wird. Denn diesen müsse der Landkreis Harburg laut Sven Bauer aufgrund der Wirtschaftlichkeit alle drei bis vier Jahre ausschreiben.
Rückblick: Die Rettungswache wurde im Jahr 1983 mit Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses an der Todtglüsinger Straße neu in Tostedt in Betrieb genommen. "Das war damals eine Forderung des damaligen Oberkreisdirektors Dr. Dehn, der gleichzeitig Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Harburg-Land war. Seit dieser Zeit ist der Rettungsdienst in den Händen des DRK-Kreisverbandes Harburg-Land", berichtet Dieter Weis, der damals als stellvertretender Samtgemeindedirektor in Tostedt Hauptverantwortlicher für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses war.
"Sobald es eine Entscheidung über den Standort der Rettungswache gibt, die der Landkreis Harburg in Absprache mit dem Präsidium des DRK-Kreisverbandes trifft, können unsere Planungen abgeschlossen werden. Das heißt konkret: Der Antrag auf Zuschüsse an den DRK-Landesverband Niedersachsen muss bis zum 31. März 2019 in Hannover vorliegen. Er wird bearbeitet vom Kreisverband in Winsen", so Dieter Weis.