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Statustreffen zum Alpha-E als wichtigstes Schienenprojekt Niedersachsens

Bei der Podiumsdiskussion (v.li.): Die Projektbeiratssprecher Joachim Partzsch und Dr. Peter Dörsam, Moderator Hans-Peter Wyderka, Enak Ferlemann vom Bundesverkehrsministerium, Dr. Carla Eickmann vom Verkehrsministerium, Frank Limprecht (DB Netz AG) Fotos: Projektbeirat Alpha-E
 
Plakate der Bürgerinitiativen für das Alpha-E
(bim). Bei einem Statustreffen in Celle hat der Projektbeirat Alpha-E jetzt alle Teilnehmer über den aktuellen Umsetzungsstand des Alpha-E und die weitere Zusammenarbeit mit Bahn, Bund und Land informiert. Rund 100 Vertreter von Landkreisen, Kommunen, Bürgerinitiativen und aus dem damaligen Dialogforum Schiene Nord kamen dazu in Celle zusammen.
Nach 25 Jahren der Diskussionen um die umstrittene Y-Trasse wurde vor drei Jahren auf Basis des Dialogforums Schiene Nord der Ausbau der Schienenstrecken zwischen Hannover und Hamburg/Bremen als das „Optimierte Alpha-E + Bremen“ in den Bundesverkehrswegeplan und den Bedarfsplan des Bundesschienenwegeausbaugesetzes aufgenommen. Damit wurden die Planungen für die Y-Trasse beendet.
Zuletzt hatte es erhebliche Irritationen hinsichtlich der Planung zusätzlicher Gleise zwischen Hamburg und Hannover gegeben, die weder dem Konsens des Dialogforums Schiene Nord noch dem Bundesverkehrswegeplan (BVWP) entsprachen (das WOCHENBLATT berichtete). Das Ausräumen dieser Irritationen und der Konsens über die zukünftige Zusammenarbeit standen deshalb im Vordergrund der Veranstaltung.
"Es gibt einen Widerspruch im BVWP. In der textlichen Beschreibung steht ein drittes Gleis zwischen Lüneburg und Uelzen sowie eine mögliche Ortsumfahrung von Lüneburg. In den Berechnungen der Kosten und der Leistungsfähigkeit der Strecke ist aber ein weiteres Gleis von Ashausen nach Celle unterstellt. Das muss aufgearbeitet werden", sagt Dr. Peter Dörsam, Tostedts Samtgemeinde-Bürgermeister und Sprecher des Projektbeirates Alpha-E. "Wenn ich dort vier Gleise baue, verlagere ich zusätzliche Verkehre auf diese Strecke", so Dörsam. Die Bahn habe sich für die mangelnde Transparenz bei den Planungen entschuldigt.
Im Januar soll die Strecke nun mit dem dreigleisigen Ausbaus Lüneburg-Uelzen neu berechnet werden. Dieser von der DB Netz AG als Vorhabenträgerin moderierte Prozess werde zwischen Bund, Niedersachsen und Projektbeirat sowie gegebenenfalls weiteren Projektbeteiligten gestaltet.
Das Treffen der Beteiligten diente auch dazu, die bisherige Planung zu analysieren und den weiteren Handlungsbedarf zur Umsetzung der Forderungen aus der Region zu benennen. Das betrifft z.B. einen erweiterten Lärmschutz und die Gestaltung und Finanzierung von Bahnübergängen.
„Wir stehen zum Vorhaben und sind überzeugt, dass wir mit diesem Prozess der konstruktiven Zusammenarbeit das Alpha-E entsprechend der Ergebnisse des Dialogforums Schiene Nord und der Beschreibung im Bundesverkehrswegeplan erfolgreich entwickeln und umsetzen können“, sind sich Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann, Frank Limprecht, Leiter Großprojekte, DB Netz AG, und die beiden Sprecher des Projektbeirates, Dr. Peter Dörsam und Joachim Partzsch, einig.
Dr. Bernd Althusmann betonte: „Das Alpha-E ist das wichtigste Schienenprojekt in Niedersachsen, das wir gemeinsam und auf Basis des Konsens des Dialogforums Schiene Nord voranbringen wollen.“