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Tostedt: Vorwerk-Bebauung und Aldi-Erweiterung mit geänderten Plänen

Wann? 25.09.2018

Wo? Grundschule, Poststraße 16, 21255 Tostedt DEauf Karte anzeigen
So soll die Bebauung auf dem Vorwerk-Gelände einmal aussehen (Foto: Visualisierung: AZ Architekten GmbH)
Tostedt: Grundschule | bim. Tostedt. Dort, wo seit Jahrzehnten und bislang noch Werkstatt- und Transporterhallen stehen, plant das Tostedter Rohrleitungsunternehmen zwischen Niedersachsenstraße und Seeßelmannsgang den Bau von sechs Wohnhäusern in Form von Stadtvillen mit 42 Wohnungen. Nach der ersten Runde der Beteiligung der Behörden und Bürger stellte Dipl.-Ing. Heidrun Elisabeth Müller vom Planungsbüro Lange jüngst dem Planungs- und Umweltausschuss den aufgrund der eingegangenen Stellungnahmen überarbeiteten Architekturentwurf vor.
Dieser enthält nun auch u.a. Fahrradhäuser und eingehauste Abstellplätze für Müllbehälter sowie auf Anregung des Landkreises Müllsammelplätze einschließlich Ablageflächen für Grünschnitt. Die Standorte der Wohngebäude, die zwei Vollgeschosse plus Staffelgeschoss erhalten sollen, wurden etwas verschoben und vergrößert, die Baukörper selbst optimiert.
Wegen dieser Änderungen werden die Baufenster überschritten, sodass statt der bisher vorgesehenen Grundflächenzahl (GRZ) von 0,4 (also eine Bebauung von 40 Prozent der Grundstücksfläche) soll nun eine GRZ von 0,45 festgesetzt werden und bei Nebengebäuden und Garagen eine Überschreitung bis 0,65 zulässig sein.
Als Nebengebäude gilt auch ein Blockheizkraftwerk (BHKW), das ursprünglich in Richtung Seeßelmannsgang gebaut werden sollte. Nach Kritik der Anwohner im Ausschuss wegen befürchtetem Infraschall und anderer Emissionen hat Vorwerk reagiert. Das BHKW soll nun nicht zwischen den Häusern, sondern auf der Bestandsfläche integriert werden.
Bezüglich der Versiegelungsrate von 65 Prozent sagte Heidrun Elisabeth Müller, dass die Erschließung darauf mit angerechnet werde und gab zu bedenken, dass die Fläche derzeit zu 100 Prozent versiegelt sei.
Mehrheitlich befürwortete der Ausschuss, mit dem geänderten in die zweite Beteiligungsrunde zu gehen.
• Bereits seit fast vier Jahren beschäftigt sich die Politik mit der geplanten Erweiterung des Aldi-Marktes und Änderungen im Bereich des Dänischen Bettenlagers in der Zinnhütte. Entgegen ursprünglicher Planungen soll am Bettenlager nun doch kein 850 Quadratmeter großer Drogeriemarkt angesiedelt werden, weil auf dieser Fläche nur nicht innenstadtrelevante Waren verkauft werden dürfen. Entgegen eines 450 Quadratmeter großen Getränkemarktes wird diese Fläche nun dem Rewe-Markt als Getränke-Abteilung zugeordnet.
Der Aldi-Markt soll abgerissen und neu gebaut und dann von 800 auf 1.270 Quadratmeter vergrößert werden. Auch hier gab es inzwischen ein Entgegenkommen gegenüber den Anwohnern: Statt einer neben der Anlieferungsrampe befindlichen Papierpresse kommt künftig eine Ballenpresse zum Einsatz, die im Lager platziert werden soll. Lüftungs- und Kühlanlagen sowie Be- und Entladerampe inklusive Lkw-Standfläche sollen eingehaust werden. Außerdem sollen die Lkw-Fahrer aufgefordert werden, den Motor während der Be- und Entladephase abzustellen.
Einhellig stimmte der Ausschuss dafür, die überarbeiteten Pläne für eine zweiwöchige Behördenbeteiligung auszulegen.
Mehrere Anwohner hatten im Beteiligungsverfahren auf die Beeinträchtigungen von Lärm, Stickoxid- und Rußpartikel hingewiesen, die vor allem durch die Anlieferung der Märkte verursacht werden. Über die neuen Pläne war Anwohner Udo Rohnke: "Für diesen Moment haben wir jahrelang gekämpft", freute er sich.
• Um beide Themen geht es in der Sitzung des Gemeinderates am kommenden Dienstag, 25. September, um 19 Uhr in der Grundschule Poststraße.