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Tostedter Ausschuss berät Kreiselbau

So könnte der Kreisverkehrsplatz in Tostedt aussehen Foto: archiv / Repro: MSR
bim. Tostedt. Für den Bau eines Kreisverkehrsplatzes an den Hauptverkehrsadern im Herzen Tostedts gibt es jetzt einen Zeitplan. Vorgestellt wird dieser sowie das Planungskonzept in der Sitzung des Bau- und Wegeausschusses der Gemeinde Tostedt am kommenden Dienstag, 4. September, um 18 Uhr im Rathaus-Sitzungsraum, Schützenstraße 26a.
Wie mehrfach berichtet, sollen mit dem vierarmigen Kreisverkehr die Knotenpunkte der B75 (Kastanienallee) mit der L141 (Buxtehuder Straße) und der K57 (Todtglüsinger Straße) zusammengeführt und der Verkehrsfluss verbessert werden.
Wie Verkehrszählungen im November 2015 ergaben, hat der Verkehr auf der B75 stark zugenommen. Deshalb müssen Kfz-Führer, die von der Buxtehuder Straße oder der Todtglüsinger Straße nach links auf die B75 abbiegen wollen, insbesondere im Berufsverkehr reichlich Geduld mitbringen. Die Verkehrsbelastungen: B75: ca. 18.500 Kfz pro 24 Stunden, L141: ca. 5.800 Kfz/24h, K57: ca. 5.600 Kfz/24h.
Deshalb hatte der Gemeinderat die Verwaltung bereits im März 2016 einstimmig damit beauftragt, mit den betreffenden Straßenbaulastträgern und Grundeigentümern Verhandlungen für den Bau eines vierarmigen Kreisverkehrsplatzes aufzunehmen.
Erste Gespräche mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStbV) für die Bundes- und die Landesstraße sowie mit dem Landkreis Harburg für die Kreisstraße sind laut Verwaltung positiv verlaufen.
Träger des weiteren Verfahrens wäre eigentlich die NLStbV, deren Vertreter jedoch deutlich machten, dass ein kurz- bis mittelfristiger Planungsbeginn von dort nicht zu erwarten sei, da die Dringlichkeit nicht ausreichend hoch sei, u.a. weil keine Unfallschwerpunkte vorlägen. Auch muss die Gemeinde finanziell in Vorleistung treten, da beim Land bzw. Bund derzeit weder Kapazitäten noch Finanzmittel bereit stünden. Die letztendliche Verteilung der Kosten zwischen den Beteiligten soll eine noch zu schließende Bau- oder Ortsdurchfahrt-Vereinbarung regeln.
Um die Maßnahme zeitnah voranzubringen, hat die Gemeinde die Initiative ergriffen und mit der Vorplanung das Ingenieur-Büro Stüvel beauftragt. Die Verwaltung führte umfangreiche Gespräche mit den betreffenden Eigentümern der für den Kreiselbau benötigten Flächen, die grundsätzliche Bereitschaft signalisiert hätten.
Favorisiert wird nun die Anlage eines Kreisverkehrsplatzes mit 40 Metern Durchmesser, sieben Metern Fahrbahnbreite und einem nicht überfahrbaren Innenkreis. Die Einmündung der Buxtehuder Straße wird in Richtung Todtglüsinger Straße verlegt, die bisherige Einmündung der Buxtehuder Straße auf die halbe Breite zurück gebaut und als Gemeindestraße und gepflasterte Mischverkehrsfläche bis zur Dieckhofstraße geführt.
Die Kosten für das Gesamtprojekt schätzt das Ingenieur-Büro auf ca. 1,4 Millionen Euro. Noch nicht enthalten sind die Kosten für Grunderwerb, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie Honorare für Bebauungs- und Grünplanung.
Stimmt der Rat der Planung zu, soll im Oktober eine weitere Abstimmungsrunde mit den betroffenen Straßenbaulastträgern durchgeführt werden. Im günstigsten Fall kann der Kreisel zwischen dem ersten und dritten Quartal 2021 realisiert werden.