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"Wettrennen" um den nächsten Kita-Standort in Tostedt

bim. Tostedt. Die Tostedter Verwaltung soll schnellstmöglich weiter an der Realisierung zusätzlicher Kinderbetreuungsangebote arbeiten und an der Weller Straße sowie auf einem Grundstück im Bereich der Gartenstadt Heidloh in Todtglüsingen die Bebauung mit Kindertagesstätten vorsehen. Die weiteren Planungen sollen dann den politischen Gremien zur weiteren Beratung vorgelegt werden. Das beschloss der Tostedter Samtgemeinderat einstimmig.
Strittig war zunächst die Forderung der CDU, den Standort als erstes zu realisieren, der als erstes Baureife erlangt. Es sei sinnvoll, beide Standorte zu planen und zu entwickeln, sagte Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam. Er gab aber zu Bedenken, dass es unglücklich sei, nach der Baureife vorzugehen. "Solch ein Wettrennen darf nicht das maßgebliche Planungskriterium sein", so Dörsam. Nach einer Sitzungsunterbrechung beschloss der Rat letztlich doch mehrheitlich - mit den Stimmen von CDU, Wählergemeinschaft sowie der Gruppe Allwardt/Thielsen/FDP, den Standort mit der ersten Baureife zu wählen.
Rolf Aldag (CDU) hatte argumentiert, dass es neben dem Standort Weller Straße in der Gartenstadt einen weiteren gut geeigneten gebe. Denn im Kindergarten Todtglüsingen gebe es bereits jetzt Engpässe, und wegen der Erweiterung der Gartenstadt Heidloh und dem Zuzug junger Familien müsse mit weiteren Kindern gerechnet werden. "Der Bau einer Kita wird langfristig nicht ausreichen", so Aldag. Deshalb sollten beide Standorte geplant, Flächennutzungsplan- und Bebauungsplanänderung voran gebracht und überlegt werden, wie eine Erschließung erfolgen kann.
Klaus-Dieter Feindt (SPD) forderte, eine konkrete Reihenfolge festzulegen. Er plädierte dafür, erst eine Kita an der Weller Straße und danach eine in der Gartenstadt zu bauen, wenn sich ein Grundstück dort als dafür geeignet erweist. Bei der Planung solle auf bestehende Konzepte zurückgegriffen werden.
Burkhard Allwardt (fraktionslos) brachte erneut seine Bedenken vor, dass beim Standort Weller Straße viele Kinder die viel befahrene Landesstraße überqueren müssten. Er sah die Priorität beim Bau einer Kita in der Gartenstadt, die Gruppe Allwardt/Thielsen/FDP schließe sich den Ausführungen von Rolf Aldag an.
Die Bedenken in Bezug auf den Verkehr konnten Klaus-Dieter Feindt und Gerhard Netzel (SPD) nicht nachvollziehen. "Die Kinder der Weller Straße, der 'Vogelsiedlung' und aus dem Bereich Riepshofer Weg müssen die Weller Straße nicht kreuzen", so Netzel. Kinder aus der Brooksiedlung gegenüber gehörten zum Schuleinzugsbereich Todtglüsingen und müssen die Niedersachsenstraße überqueren. Außerdem, so Feindt, gebe es auch erheblichen Verkehr an der Harburger Straße mit der Deponie und dem Gewerbegebiet sowie die nahe B75.
• Einstimmig befürwortet wurde, das "Kinderhaus" in der Dieckhofstraße um eine Kita- oder Krippengruppe zu erweitern und für die Planung 30.000 Euro außerplanmäßig zur Verfügung zu stellen. "Kinderhaus"
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