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Zoff um Planungskosten im Handeloher Bauausschuss

bim. Handeloh. Zoff um die Kosten für die Pläne des Bebauungsplanes "Wörmer Straße-Ost" gab es in der Sitzung des Handeloher Bauausschusses. Dabei ging es um die Vergabe der Planungsleistungen an das Büro Patt aus Lüneburg, das bereits 2014 das Gebiet "Wörmer Straße-West" geplant hatte, und die Honorarrechnung.
"Die Grundlagenermittlung ist bereits für das Gebiet 'Wörmer Straße-West' erfolgt. Damals hieß es, es sei eine reine Akquiseleistung, dann kann der Planer nicht nachträglich Geld dafür verlangen", meinte Uwe Blanck (Grüne). Wenn Planer Frank Patt den Auftrag nicht bekomme, könnte er die 1.000 Euro nicht geltend machen, erläuterte Bürgermeister Heinrich Richter (FWH), wenn er jedoch den Auftrag erhalte, bekomme er auch das Geld für die Planungsleistungen.
Da stellte sich für die Opposition aus CDU und Grünen die Frage, was beauftragt wurde. "Es gibt bis heute keinen unterschriebenen Auftrag", so Richter.
Uwe Blanck zweifelte zudem die Höhe des geforderten Planer-Honorars an. Nach seinem Gespräch mit einem Fachmann kommt er auf 10.000 Euro Differenz, die die Gemeinde Handeloh dann zu viel zahlen würde. Iris Gronert (CDU) meinte, allein die Nebenkosten seien mit 5 Prozent zu hoch angesetzt, "mir hat man 2 Prozent angeraten", erklärte sie. Außerdem gebe es über das durch die Samtgemeinde erfolgte Flächennutzungsplanverfahren für das gesamte Gebiet Wörmer Straße bereits einen Umweltbericht, der nicht noch einmal berechnet werden dürfe. "Zahlen wir das jetzt doppelt? Einmal die Samtgemeinde und nun wir?", wollte sie wissen.
Der Vorschlag des Bürgermeisters, offene Fragen bis zur Beschlussfassung durch den nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss zu klären, kam bei CDU und Grünen nicht gut an. Andreas Dyck (CDU): "Wir geben hier im Fachausschuss eine Empfehlung, brauchen aber auch die Grundlagen dafür. Es geht nicht darum, in öffentlicher Sitzung Fragen zu stellen, die dann in nicht öffentlicher Runde beantwortet werden, um in lustiger Dreierrunde im Verwaltungsausschuss eine Entscheidung zu treffen. Ich möchte die Antworten in dem Fachausschuss haben, in dem ich Mitglied bin." 
Mit dem Antrag von Iris Gronert, den Tagesordnungspunkt bis zur Klärung der Fragen zurückzustellen, konnten sich CDU und Grüne nicht durchsetzen. Mit drei zu zwei Stimmen empfahl der Ausschuss, die Planungsleistungen an das Planungsbüro Patt zu vergeben.