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Der HSV - Was bringt die Saison?

(Foto: unsplash.com/click-and-boo)
Seit dem bitteren Abstieg aus der ersten Fußball Bundesliga wünschen sich die Verantwortlichen des Hamburger Sportvereins nichts sehnlicher, als den direkten Wiederaufstieg. Schon in der Sommerpause wurden große Mühen unternommen, um dieses ehrgeizige Ziel zügig in die Tat umzusetzen. Doch welche Chancen hat das Team von Trainer Christian Titz tatsächlich?

Ein Kader mit bekannten Gesichtern

In der Tat gelang es dem Hamburger SV, viele Spieler aus der Zeit in der ersten Liga zu halten. So könnten sich Lewis Holtby, Pierre-Michele Lasogga und Co. schon bald zu wichtigen Helfern im Alltag der zweiten Liga aufschwingen. Aus der Sicht der Planer handelt es sich sogleich um Führungsfiguren, welche die vielen jungen Talente leiten sollen, die selbst den Sprung in den Kader schafften. Auf der anderen Seite stellen diese Akteure, die nach wie vor mit gut dotierten Verträgen aus besseren Zeiten ausgestattet sind, ein Risiko dar. Sie könnten die Schuldenlast des Vereins nur noch vergrößern, falls es im ersten Jahr nicht gelingen sollte, den Aufstieg zu schaffen.

Ein finanzieller Ausweg stellt in diesem Fall der Pokal dar. Gegen die TuS Erndtebrück holte der HSV im DFB Pokal ein spannendes 3:5. Zwar hätten sich die Verantwortlichen wohl ein klareres Ergebnis gewünscht, doch zumindest sicherte sich der Verein die ersten Einnahmen des Wettbewerbs. In der zweiten Runde trifft der HSV auf den Drittligisten Wehen Wiesbaden. Auch hier gäbe es eine realistische Chance, die Partie für sich zu entscheiden. In den kommenden Runden könnten weitere Millionen an die Hamburger fließen, falls es möglich sein sollte, sich gegen die nächsten Gegner durchzusetzen.

Ein ungewisser Saisonstart

Viele Blicke richteten sich auf den HSV, als die neue Spielzeit eingeleitet wurde. Einerseits waren die Hoffnungen groß, sich mit dem erfahrenen Kader gegen jeden Gegner durchsetzen zu können. Doch schon sehr schnell war zu erkennen, dass das Jahr in der zweiten Fußball Bundesliga kein Selbstläufer werden würde. Bereits das erste Heimspiel gegen Holstein Kiel ging 0:3 verloren. Erst die kommenden beiden Spiele brachten die ersten Siege für den Absteiger aus dem Norden. Die Absage des vierten Spieltags gegen Dynamo Dresden führte zu einer ungewöhnlich langen Pause für die Hamburger, die damit vor der Aufgabe stehen, den eigenen Rhythmus wieder herzustellen. Bereits unter diesen Vorzeichen handelte es sich keineswegs um den einfachen Start in das neue Jahr, wie er von vielen Seiten vermutet worden war.

Der Last-Minute-Transfer von Hee-chan Hwang stellte deutlich unter Beweis, dass auch die Verantwortlichen des Klubs noch Potenzial für die eine oder andere Verbesserung sahen. Der Nationalspieler Südkoreas soll die Kräfte in der Offensive weiter stärken und damit den Konkurrenzdruck etwas erhöhen. Allerdings wird der teure Star der 2. Liga ohne Kaufoption nach dem Ende der Saison wieder zu Red Bull Salzburg zurückkehren. Sollte es gelingen, die Weichen für den Aufstieg zu stellen, so müsste der Kader der Hamburger noch ein weiteres Mal angepasst werden.

Der Blick auf die Konkurrenz

Natürlich werden die Verantwortlichen des HSV auch auf die Konkurrenz achten, um sich auf die neue Saison einstellen zu können. Im Folgenden möchten wir einige Teams beleuchten, die ebenfalls im Rennen um den Aufstieg teilnehmen und dem Hamburger Sportverein den Platz streitig machen können.

Der 1. FC Köln

Tatsächlich gelang es auch dem zweiten Absteiger aus der Bundesliga, viele Stars zumindest für ein Jahr im Verein zu halten. Mit Timo Horn oder Jonas Hector stehen sehr bekannte Akteure im Kader der Kölner, die mit ihrer Erfahrung eine zusätzliche Unterstützung auf dem Weg zum Aufstieg sein können. Auch im Hinblick auf junge Talente verstärkten sich die Kölner noch einmal. Damit stellen sie ihren Anspruch deutlich unter Beweis, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen und damit die desaströse Saison ihres Abstiegs vergessen zu machen.

Der SV Darmstadt 98

Der Blick auf die Tabelle in der abgelaufenen Saison offenbart die Stärken der Lilien nicht unbedingt. Nur knapp gelang es am letzten Spieltag und nach erfolgtem Wechsel des Trainers, den Abstieg in die dritte Liga zu vermeiden. Nun steht das Team von Trainer Dirk Schuster jedoch vor der Möglichkeit, die Weichen für den erneuten Aufstieg in die Bundesliga zu stellen. Dies zeigten etwa die ersten drei Siege, die von den Darmstädtern in nur vier Spielen eingefahren werden konnten. In Kombination mit einem ausgewogenen Kader könnte dies für einen Platz im Aufstiegsrennen reichen.

Holstein Kiel

Die Kieler verpassten ihren ersten Aufstieg ins Oberhaus in diesem Jahrtausend nur sehr knapp. In der Relegation konnten sie sich nicht gegen den VfL Wolfsburg durchsetzen. Trotz einiger Abgänge, unter anderem auf der so wichtigen Trainerposition, belegten sie in den ersten Spielen der neuen Saison ihre Ambitionen auf den erneuten Versuch. Um dieses Ziel jedoch in die Tat umsetzen zu können, wird mehr Konstanz erforderlich sein, als in der vergangenen Saison. Dort schafften es die Kieler, einige Zeit mit großem Abstand auf dem ersten Platz zu verweilen, bevor kurz vor der Winterpause schließlich der Einbruch der Leistungen kam, von dem sich das Team nicht schnell genug erholte.

Wieder einmal freuen sich die Fans in der zweiten Fußball Bundesliga auf ein spannendes Rennen. Auch im Bereich der Aufstiegsränge wird erst die Saisonleistung der Teams zeigen, wer sich am Ende durchsetzen kann. Der HSV ist dabei nicht etwa unangefochtener Spitzenreiter, der von seiner Erstliga Erfahrung zehrt. Vielmehr gibt es starke Konkurrenten, welche den ersehnten Platz doch streitig machen und die Spannung erhöhen könnten. Noch ist das Ziel des Wiederaufstiegs nicht geschafft.