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Der Strompreis steigt weiter — Das können Sie dagegen tun

(Foto: unsplash.com/alexander Popov)
Die Prognosen der Experten zeichnen für das Jahr 2019 ein klares Bild — der Strompreis wird weiter steigen. Schon jetzt dominiert die monatliche Rechnung in vielen Haushalten die laufenden Kosten und verschlingt einen wesentlichen Teil des monatlich zur Verfügung stehenden Einkommens. Doch welche Ursachen lassen sich dafür ausmachen und wie können Verbraucher gegensteuern?

Kein negativer Einfluss der EEG-Umlage

Die Verknappung des Stromangebots steht aktuell wesentlich in der Verantwortung für die steigenden Strompreise. Viele konventionelle Kraftwerke werden zurückgefahren, während die anhaltende Dürre den Wert der Biogasanlagen mindert und auch Windkraftwerke nicht an die Erträge der vergangenen Jahre anknüpfen können. Die erstarkte Solarenergie lässt sich derweil nicht effizient speichern, um diese Lücke zu schließen. Die preislichen Differenzen zwischen den Versorgern können Stromkunden durch einen Vergleich der Angebote auffangen. Informationen dazu gibt es auf stromvergleich.de.

Schon seit dem Jahr 2010 existiert mit der EEG-Umlage ein zusätzlicher Kostenpunkt, der über die Stromtarife gedeckt werden muss. Die zusätzlichen Einnahmen sollen in den Ausbau der erneuerbaren Energien fließen, um dadurch eine zügige und reibungslose Energiewende zu gewährleisten. Zwar stieg die EEG-Umlage in den folgenden Jahren immer wieder an, doch sie soll nicht verantwortlich für den Preisanstieg des Jahres 2019 sein. Stattdessen bewegt sie sich noch immer in einem Bereich von etwa 6,9 Cent pro Kilowattstunde.

Single-Haushalte besonders belastet

Eine besondere finanzielle Belastung ergibt sich aufgrund der aktuellen Situation für die vielen Single-Haushalte im Land. Sie weisen traditionell einen geringeren Stromverbrauch auf. Die hohen Grundgebühren vieler Stromanbieter sind jedoch dafür verantwortlich, dass sich daraus ein schlechteres Verhältnis von Preis und Leistung bei der Versorgung ergibt. Diese kleinen Haushalte könnten somit noch stärker von der Preisentwicklung auf dem Strommarkt betroffen sein, als bislang angenommen.

Während die absoluten preislichen Veränderungen pro Kilowattstunde in einem Bereich von wenigen Cent liegen, zeigen sich deutliche Veränderungen bei der Relation. Schon im Jahr 2017 stiegen die Strompreise im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent an. Die Energieversorger könnten derweil aufgrund der stark gestiegenen Einkaufspreise unter Druck geraten und die neuen finanziellen Belastungen an die Kunden weitergeben. So manches Unternehmen verspricht sich derweil eine massive Entlastung von den Terminbörsen. Dort sichern sich die Anbieter in spekulativen Geschäften bereits jetzt günstigen Strom in der Zukunft, um dadurch den Preisanstieg für die eigenen Kunden glimpflich ausfallen zu lassen.

Stromsparen als Notpflaster

Aufgrund der technischen Ausstattung des modernen Haushalts lässt sich ein Mindestmaß an Stromverbrauch nicht verhindern. Doch neben der Möglichkeit des Anbieterwechsels ist auch das konsequente Stromsparen eine Möglichkeit, um die laufenden Kosten zu drücken. Klassische Tipps, wie zum Beispiel das Anbringen von Steckleisten mit Notaus-Funktion, die den Standby-Modus der Geräte verhindern, liefern bereits erste Erfolge. Ein großes Potenzial zur Einsparung ist auch bei alten Nachtspeicheröfen vorhanden. Diese wurden vor Jahrzehnten in großem Stil eingebaut, da sie ihren Besitzern die Chance gewähren sollten, den günstigen Nachstrom für die Heizung zu verwenden. Heute verfügen viele Stromanbieter über keinen gesonderten Nachttarif mehr und es lohnt sich für Hausbesitzer durchaus, über eine Umstellung nachzudenken.

Keineswegs sind den Verbrauchern also die Hände gebunden, was die aktuelle Entwicklung des Strompreises angeht. Gleichsam lässt sich feststellen, dass sich eine weitere Erhöhung des Strompreises in der Region keineswegs ausschließen lässt. Umso wichtiger dürfte es sein, ein Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen.