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Tipps zur Finanzierung einer Unternehmensgründung

(Foto: unsplash.com/carl-heyerdahl)
Jede Geschäftsidee braucht Startkapital und eine gute Finanzplanung, um Wirklichkeit zu werden. Erfahren Sie, mit welchen Möglichkeiten Sie Ihre Existenzgründung finanzieren können und was Sie dabei beachten sollten.

Bootstrapping: Finanzierung mit Eigenkapital
Nur wenige Jungunternehmer besitzen genug finanzielle Mittel, um ohne Fremdkapital den Sprung in die Unabhängigkeit zu schaffen. Der Einsatz von Eigenkapital ist allerdings wichtig, um andere Geldgeber von Ihrer Idee zu überzeugen und nicht vollkommen von fremden Investoren abhängig zu sein. Kümmern Sie sich unbedingt vor der Unternehmensgründung um mögliche Darlehen. Wer dennoch nur auf die eigenen finanziellen Reserven zurückgreifen kann, kann zum Beispiel mit Open Source Programmen oder gebrauchtem Equipment in der Anfangszeit wertvolles Geld sparen.

Bankdarlehen mit Businessplan

Um zur Unternehmensgründung einen Kredit bei der Bank zu erhalten, müssen Sie gut vorbereitet sein und eine überzeugende Geschäftsidee präsentieren. Dabei hilft ein gut ausgearbeiteter Businessplan, in dem Sie Ihr Geschäftsmodell und alle anfallenden Kosten, aus denen sich das notwendige Startkaptal ergibt, erläutern. Mikrokredite bis 25.000 Euro können von neuen und bestehenden Jungunternehmern in Anspruch genommen werden, sind allerdings mit hohen Zinsen belastet. Sollte Ihre Bank Ihnen kein Darlehen gewähren, lassen Sie sich nicht entmutigen. Auch der Staat greift Existenzgründern unter die Arme.

Staatliche Förderprogramme

Bundesweit gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten, um Ihre Geschäftsidee zu finanzieren. Einer der größten Investoren ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau, die mit Krediten für Jungunternehmer sowohl Startups als auch Bestandsunternehmen fördert. Die BAFA und IHK sind weitere mögliche Anlaufstellen, dazu bieten viele Bundesländer eigene Fördertöpfe und Wettbewerbe für Existenzgründer. Der Besuch eines Gründercoachings wird ebenfalls staatlich bezuschusst und bietet wertvolle Tipps für eine erfolgreiche Unternehmensgründung.

Darlehen von Privatinvestoren
Wer nicht von einem Bankdarlehen abhängig sein möchte, kann ebenfalls versuchen, für das eigene Startup einen Investor zu finden. Auf Businessveranstaltungen oder Investorenbörsen im Internet können Sie Ihre Geschäftsidee vorstellen. Empfehlungen durch Kontakte erhöhen Ihre Erfolgschancen, dennoch sollten Sie bei der Investorensuche Geduld mitbringen. Beachten Sie außerdem, dass es verschiedene Arten von Investoren gibt:
  • Venture Capital Gesellschaften stellen Jungunternehmern Risikokapital gegen eine Beteiligung zur Verfügung.
  • Business Angels funktionieren ähnlich wie Venture Capital Gesellschaften und stehen Startups mit wertvollem Fachwissen zur Seite.
  • Accelerators investieren in bereits gegründete Unternehmen, um einer erfolgreichen Geschäftsidee über einen festgelegten Zeitraum beim Wachsen zu helfen.

Existenzgründung mit Crowdfunding
Die sogenannte Schwarmfinanzierung über Plattformen wie Kickstarter und Indiegogo wird in den letzten Jahren immer beliebter. Doch sie ist nicht für alle Unternehmensformen geeignet und erfordert ein hohes Maß an Werbung und Kommunikation, um potentielle Geldgeber anzulocken. Hier müssen Sie nicht nur einen, sondern gleich Dutzende Investoren von Ihrer Geschäftsidee überzeugen und sollten im Anschluss an die erfolgreiche Finanzierung ein „Dankeschön“ für Ihre Unterstützer parat haben. Dazu sind Investitionen nur in einem festgelegten Zeitrahmen möglich und die vorher festgelegte Projektsumme wird auf einigen Plattformen nur dann ausgezahlt, wenn Sie sie innerhalb dieses Zeitraums erreichen. Wer sich in Deutschland über Crowdfunding finanzieren möchte, muss außerdem bereits in der Finanzierungsphase sein Gewerbe anmelden.