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Senioren im Fokus von Betrügern

Walter Johanßon (Foto: Polizei)

Präventionsexperte rät: "Seien Sie Fremden gegenüber misstrauisch."

(thl). Betrüger haben in den vergangenen Jahren unterschiedliche perfide Varianten entwickelt, um an die Ersparnisse von Senioren zu gelangen. Dabei nutzen sie gezielt die Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft der Generation 60-Plus aus.
Eine der momentan häufigsten Betrugsvarianten ist das Auftreten von "falschen Polizeibeamten". Die Täter rufen an und gaukeln vor, dass Einbrecher es auf das Ersparte der Opfer abgesehen hätten. Schließlich wird ein Übergabetermin ausgemacht, damit die vermeintlichen Polizisten die Wertsachen an einen sicheren Ort bringen können. Dabei nutzen die Täter eine spezielle Technik, die bei einem Anruf auf der Telefonanzeige der Angerufenen die Polizei-Notrufnummer 110 oder eine andere örtliche Telefonnummer erscheinen lässt. An der Haustür schrecken sie auch nicht davor zurück, gefälschte Dienstausweise vorzuzeigen, um sich Zutritt in die vier Wände ihrer Opfer zu verschaffen.
"Die Polizei wird niemals um Geldbeträge bitten", sagt dazu Walter Johanßon, Präventionsbeauftragter der Polizeiinspektion Harburg. "Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis, lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und legen Sie einfach auf."
Eine weitere oft genutzte Masche ist der sogenannte "Enkeltrick". Auch hier sind die möglichen Folgen für die Opfer oft existentiell. Mit den Worten "Rate mal, wer hier spricht" oder ähnlichen Formulierungen rufen Betrüger bei meist älteren und allein lebenden Personen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld.
"Betrug an der Haustür" ist eine weitere Methode, um insbesondere älteren Menschen überteuerte Leistungen oder Produkte zu verkaufen. Die Täter treten in ganz unterschiedlichen Rollen auf: Mal geben sie sich als seriös gekleideter Geschäftsmann aus, mal werden sie als Handwerker in Arbeitskleidung, als Hilfsbedürftiger oder sogar als angebliche Amtsperson vorstellig. Dazu Walter Johanßon: "Schauen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder durchs Fenster genau an. Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist."
• Weitere Tipps, wie Senioren sich vor Betrügern schützen können, gibt es bei Walter Johanßon unter Tel. 04181 - 285108.