Anzeige ist auch Opferschutz

Die Dunkelziffer beim sexuellen Kindesmissbrauch ist nach Expertenmeinungen enorm hoch
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Polizeiliche Kriminalprävention und Weisser Ring starten Kampagne gegen sexuellen Kindesmissbrauch

thl. Winsen. "Missbrauch verhindern!" ist der Titel einer neuen Kampagne gegen sexuellen Kindesmissbrauch, die jetzt von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder in Kooperation mit der Opferschutzorganisation Weisser Ring ins Leben gerufen wurde. Denn: Allein im Jahr 2011 registrierte die Polizei bundesweit 12.444 Fälle. Im Landkreis Harburg wurden 29 Taten (33 im Jahr 2012) aktenkundig. Experten sind sicher, dass die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher liegt. Denn sexuelle Gewalt an Kindern oder Jugendlichen wird viel zu selten angezeigt. Vor allem, wenn der Missbrauch innerhalb der Familie oder des Bekanntenkreises geschieht. "Dabei ist die Strafverfolgung durch die Polizei ein wichtiger Teil des Opferschutzes", sagt Carsten Bünger, Beauftragter für Jugendsachen bei der Polizeiinspektion Harburg.
Und genau da will die Kampagne "Missbrauch verhindern!" ansetzen. Denn neben dem Aspekt der Strafverfolgung sollen auch die Bereiche Opferschutz und Opferhilfe in den öffentlichen Fokus gerückt werden. Erwachsenen Bezugspersonen von betroffenen Kindern sollen über Erscheinungsformen von sexuellem Kindesmissbrauch aufgeklärt, ihnen Hilfemöglichkeiten aufgezeigt und schwerpunktmäßig über den Ablauf eines Strafverfahrens informiert werden. „Dadurch sollen bei Opfern und ihren Angehörigen Ängste vor einer Anzeige bei der Polizei abgebaut werden", so Bünger.
Die Kernbotschaften der Kampagne lauten:
- Schützen Sie Kinder durch Ihr Wissen
- Schützen Sie Kinder durch Ihre Offenheit
- Schützen Sie Kinder durch Ihre Aufmerksamkeit
- Schützen Sie Kinder durch Ihr Vertrauen
- Schützen Sie Kinder durch Ihr Handeln
Mehr Informationen zu der Kampagne gibt es bei alle Polizeidienststellen sowie im Internet unter www.polizei-beratung.de

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Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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