Bewährung für Paketdienstfahrer

thl. Winsen. Eigentlich soll der 43-jährige Lüneburger die Pakete, die er geladen hatte, an die Empfänger ausliefern. Doch in sieben Fällen zwischen Dezember 2012 und Januar 2013 behielt er die Ware lieber für sich und fälschte die Unterschrift der Kunden, um einen Auslieferungsnachweis vorzugauckeln. Doch die Sache flog auf. Der Lüneburger verlor seinen Job und bekam eine Anzeige.
Deshalb musste sich der mehrfach vorbestrafte und derzeit arbeitslose Paketdienstfahrer jetzt vor dem Winsener Amtsgericht verantworten. Er wolle zu der Anklage nichts sagen, beteuerte er. Dafür erzählte sein ehemaliger Chef um so mehr, berichtete, wie die Unterschlagungen aufflogen und wie die Firma weitere Ermittlungen tätigte, um schließlich alle sieben Taten aufzudecken.
Der Richter verurteilte den Angeklagten schließlich wegen Veruntreuung, Unterschlagung und Urkundenfälschung zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten - ausgesetzt zur Bewährung - sowie einer Geldbuße von 500 Euro, zahlbar an eine gemeinnützige Einrichtung. Der Lüneburger akzeptierte das Urteil.

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