Depressionen als Tatmotiv für Familiendrama in Winsen?

2014 engagierten sich Jan K. (3. v. li.) und seine Dunja (li.) zusammen mit Nachbarn gegen eine Abholzungsaktion
im Schützengehölz
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  • 2014 engagierten sich Jan K. (3. v. li.) und seine Dunja (li.) zusammen mit Nachbarn gegen eine Abholzungsaktion
    im Schützengehölz
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Metallbaumeister Jan K. soll schon länger krank gewesen sein, bevor er seine Frau und sich selbst tötete

thl. Winsen. Was ist in der Nacht zu Dienstag im Wohnhaus Ilmer Weg 42 passiert? Warum ermordet ein Unternehmer, dessen Firma nach Aussagen von Bekannten gut lief, plötzlich seine Frau und scheidet dann selbst freiwillig aus dem Leben? Diese Fragen beschäftigen Familie, Freunde, Bekannte und Kunden von Metallbaumeister Jan K. (50).
Kurzer Rückblick: Gegen 1 Uhr in der Nacht zu Dienstag hören Nachbarn der Familie K. plötzlich Hilfeschreie und finden wenig später Dunja K. (47) blutüberströmt und mit Stichverletzungen am Straßenrand liegend. Ihre Verletzungen sind so schwer, dass sie wenig später daran verstirbt. Im Haus des Ehepaares finden Polizeibeamte Jan K., der sich offenbar mit einem Messer das Leben genommen hat, und einen Abschiedsbrief.
Darin steht vermutlich das Motiv für das Familiendrama. Doch die Polizei nimmt zu dem Inhalt - verständlicherweise - keine Stellung. So bleiben für Außenstehende nur Spekulationen über das Motiv der schrecklichen Tat.
Fakt ist, an ein typisches Beziehungsdrama glaubt niemand im Umkreis des Täters und des Opfers. Jan K. hatte seinerzeit auf der Schmidt-Werft in Hoopte gelernt. Als diese geschlossen wurde, machte er sich selbstständig. Jan K. wird von allen als freundlich und ruhig beschrieben, der mit seiner Frau Dunja ein gut-bürgerliches Leben führte. 2014 engagierte sich das Ehepaar, das keine Kinder haben soll, gegen eine Abholzungsaktion der Stadt im Schützengehölz - leider vergeblich.
Jan K. soll laut Nachbarn an Depressionen gelitten haben. Wodurch diese ausgelöst wurden, sei aber unbekannt, heißt es. Allerdings sehen einige, die die tatsächlichen Hintergründe der Tat nicht kennen, darin das Motiv. Denn einige Tage vor der Tat sollen die Depressionen stark zugenommen haben.

Hier gibt es Hilfe

thl. Winsen. Wer an Despressionen leidet und nicht mehr weiter weiß, kann sich jederzeit an die Telefonseelsorge unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 wenden. Die erfahrenen Berater können Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen. Depressionen?

2014 engagierten sich Jan K. (3. v. li.) und seine Dunja (li.) zusammen mit Nachbarn gegen eine Abholzungsaktion
im Schützengehölz
Nachbarn, Freunde und Bekannte haben vor dem abgesperrten Haus Blumen und Kerzen
niedergelegt   Fotos: thl/ WOCHENBLATT-Archiv
Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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