Der Tod lauerte am Bahngleis

thl. Tosedt. An der Bahnstrecke Buchholz-Bremen kam es am Sonntagnachmittag zu einem Unfall, bei dem ein 50-jähriger Mann ums Leben kam. Gegen 15 Uhr hatte ein Zugführer, der die Strecke befuhr, zwischen den Ortschaften Todtglüsingen und Neddernhof einen menschlichen Körper neben dem Gleisbett liegen sehen und die Polizei informiert.
Beamte fanden unweit der Lohberger Straße den Leichnam eines 50-jährigen Mannes aus Tostedt. Der Bahnverkehr wurde sofort unterbrochen. Die Untersuchung des Ereignisortes lässt den Schluss zu, dass der Mann einen Trampelpfad nahe des Gleisbettes genutzt hatte und durch die Sogwirkung eines vorbeifahrenden Zuges gegen diesen geschleudert und dann in den Grünbereich zurückgeworfen wurde. "Die Züge fahren auf dem Teilstück teilweise mit bis zu 200 Stundenkilometer", so ein Beamter. Und weiter: "Für einen Suizid haben wir keine Anhaltspunkte." Durch die Wucht des Aufpralls am Zug wurde der Mann tödlich verletzt. Die Beamten vermuten, dass der Mann mit Kopfhörern Musik hörte und deswegen möglicherweise den herannahenden Zug nicht rechtzeitig bemerkte. Entsprechendes Equipment und einen eingeschalteten MP3-Player fanden die Beamten beim Leichnam.
Nach gut einer Stunde konnte der Bahnverkehr wieder freigegeben werden. Wann genau sich der Unfall am Sonntag ereignete, ist noch unklar, ebenso die Frage, mit welchem Zug der Mann den tödlichen Zusammenstoß hatte.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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