Deutschlands schlimmster Ehemann muss ins Gefängnis

thl. Winsen. Eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten hat das Schöffengericht am Winsener Amtsgericht einem 34-jährigen Afghanen aus Meckelfeld aufgebrummt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Mann zwischen Januar 2006 und April 2010 seine Ehefrau (29) mehrfach vergewaltigt - u.a. nur drei Wochen nach einer Kaiserschnittgeburt - und körperlich misshandelt zu haben. Zudem hat er seine Frau gewürgt, um anderen Sozialgeld zu kommen und sie zu Hause eingesperrt.
Vor Gericht stritt der Afghane alles ab, beschuldigte seine Frau, ihn eins auswischen zu wollen. Sie habe vermutlich Ärger mit ihrer Familie bekommen, weil sich das Paar scheiden ließ und wolle ihm nun die Schuld in die Schuhe schieben. Deswegen sei er auch schon von den Brüdern seiner Frau ins Koma geprügelt worden, sagte der Angeklagte.
Doch das Gericht entlarvte ihn als schlimmsten Ehemann Deutschlands. Ruhig und gefasst sagte die Ex-Frau an insgesamt vier Verhandlungstagen gegen ihren Ex-Mann aus und schilderte ihr Martyrium. Dabei betonte sie stets, dass ihr Mann sie als sein Eigentum ansah. Sie habe das zu tun, was ihr Mann ihr sagte, so die Frau. Weigerte sie sich, habe es - vor allem, wenn er getrunken hatte - Schläge gegeben. Oder sie habe ihm zu Willen sein müssen.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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