Frau getötet, weil sie ihn verlassen wollte?

Thomas S. wird dem Haftrichter vorgeführt
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thl. Hanstedt. Familiendrama im Heideort Hanstedt: Thomas S. (54) hat am vergangenen Mittwoch im gemeinsamen Wohnhaus an der Harburger Straße seine Frau Manuela (49) mit mehreren Messerstichen getötet und sich anschließend selbst bei der Polizei gestellt (das WOCHENBLATT berichtete online).
Auch am Donnerstag waren Experten der Polizei noch mit der Spurensicherung in dem Haus beschäftigt. Nachmittags wurde der Ehemann am Winsener Amtsgericht dem Haftrichter vorgeführt, der einen Haftbefehl wegen Totschlags erließ. Denn der Täter hatte eingeräumt seine Frau mit zahlreichen Messerstechen getötet zu haben. Unterdessen hatten Nachbarn an der Gartenpforte Kerzen zum Gedenken an das Opfer aufgestellt.
"Manuela: ich will wieder auf die Welt." Eine Kinderzeichnung mit diesem Satz und eine Frau, die in Richtung Sonne "fliegt" sowie einem Mann, der im Gefängnis sitzt, liegt hinter dem Wohnhaus an der Harburger Straße in Hanstedt. Daneben flackern Kerzen als stumme Zeugen der grausamen Tat.
Wie konnte der Mann zum Täter werden? Spurensuche in der Nachbarschaft. "Plötzlich kamen mehrere Streifenwagen und ein Notarzt vorgefahren", berichtet eine Nachbarin, die namentlich nicht genannt werden möchte. Sie habe die Familie nur flüchtig gekannt, sagt sie. Trotzdem sitze der Schock tief.
Die beiden seien immer nett und freundlich gewesen und hätten mindestens ein erwachsenes Kind gehabt, behauptet ein Nachbar. Eine andere Nachbarin erzählt, das Ehepaar habe sich zuletzt öfter lautstark gestritten, auch im Garten. "Offenbar ging es dabei um einen anderen Mann", behauptet sie. War die Ehe von Manuela und Thomas S. am Ende? Hatte sie einen anderen und wollte ihren Mann verlassen? Verlor er deshalb die Beherrschung und brachte sie um? Zu den Angaben der Nachbarin würde die Aussage der Polizei passen, dass das Motiv der Tat Beziehungsstreitigkeiten gewesen seien.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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