Großkontrolle: Polizei nimmt mutmaßliche Einbrecher fest

Wurde genauer unter die Lupe genommen: das serbische Fahrzeug mitsamt altem Pkw auf einem Trailer Fotos: thl
3Bilder
  • Wurde genauer unter die Lupe genommen: das serbische Fahrzeug mitsamt altem Pkw auf einem Trailer Fotos: thl
  • hochgeladen von Thomas Lipinski

thl. Evendorf. "Die Einbruchszahlen in unserem Landkreis sind zwar gegenüber dem Vorjahr rückläufig, aber immer noch zu hoch." Das sagte Polizeisprecher Jan Krüger am Donnerstag im Rahmen einer landkreisübergreifenden Verkehrskontrolle zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität. Zusammen mit Kollegen aus dem Heidekreis hatten sich rund 100 Beamte an den A7-Abfahrten zwischen Egestorf und Soltau-Ost in beide Fahrtrichtungen postiert, um zu gucken, welche Fahrzeuge dort abfahren. Vor Ort waren auch Beamte des Zolls.
"Seit mehreren Jahren zeigt sich, dass organisierte Banden, die im ländlichen Umfeld der Metropolregion Hamburg Tageswohungseinbrüche begehen, besonders dort zuschlagen, wo ihnen die Infrastruktur eine schnelle An- und Abreise ermöglicht", erklärte Krüger. Mittlerweile würden die Tätergruppierungen auch größere Strecken zurücklegen, um den Kontrolldruck zu entgehen. "Die Hauptziele dieser Kontrolle sind die Erkenntnisgewinnung über Tätergruppierungen und deren Reisewege sowie die Abschreckung durch die offene Präsenz."
Und so lief die Kontrolle ab: Jeweils zwei Beamte standen an den Ausfahrtspuren und stoppten sämtliche Autos. Viele durften passieren, welche jedoch verdächtig waren, wurden in die Kontrollstelle geleitet und dort genauer in Augenschein genommen. Krüger: "Auch wenn der Schwerpunkt auf der Einbruchskriminalität liegt, kontrollieren wir ganzheitlich." Das bedeutet, es wurde auch Papiere überprüft und nach Alkohol- oder Drogensündern Ausschau gehalten.
Zusätzlich waren auf der A7 Streifen- und Zivilfahrzeuge unterwegs, die verdächtige Fahrzeuge, die keine der Abfahrten benutzten, auf den Rastplätzen stoppten und sie kontrollierten.
Für die meisten der überprüften Verkehrsteilnehmer war die Kontrolle nach zwei bis drei Minuten wieder erledigt. Einige Betroffene boten aber Anlass für eine genauere Prüfung. Hierbei wurde unter anderem eine nigerianische Staatsangehörige festgestellt, die mit einem italienischen Aufenthaltstitel illegalerweise einer Beschäftigung in Deutschland nachging. Sie wurde vorläufig festgenommen. Ebenso ein bulgarischer Staatsangehöriger, der mit gefälschten Papieren und einem nicht versicherten Fahrzeug unterwegs war. Ein türkischer Staatsangehöriger wurde positiv auf Drogen getestet. Bei der weiteren Überprüfung stellte sich heraus, dass er mit einem gestohlenen Kennzeichen an seinem Fahrzeug unterwegs war. Auch dieser Mann wurde vorläufig festgenommen.
Möglicherweise verhindert wurde ein Einbruch durch die vorläufige Festnahme dreier georgischer Staatsangehöriger. Alle drei hatten erhebliche Erkenntnisse im Bereich des Bandendiebstahls. Zudem waren sie mit einem Wagen unterwegs, an dem deutsche Kennzeichen eines anderen Fahrzeugs angebracht waren. Darunter hatten die Beschuldigten französische und belgische Kennzeichen montiert, die ein schnelles Wechseln ermöglicht hätten. Für die drei Personen endete die Fahrt in der Gewahrsamszelle in Soltau.
Insgesamt wurden in der sechsstündigen Aktion 228 Fahrzeuge und 327 Personen überprüft. 17 Strafverfahren wurden eingeleitet, unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Fahrens unter Alkohol- und Drogeneinfluss, Diebstahls oder Urkundenfälschung. "Ganz nebenbei" ahndeten die Beamten auch diverse Verkehrsordnungswidrigkeiten. In den nächsten Tagen werden die Ermittler der Zentralen Kriminaldienste die gewonnenen Erkenntnisse auswerten und in ihre Arbeit einfließen lassen.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

Politik
Dr. Andreas Schäfer (li.) und Sönke Hartlef präsentierten die neue Marke der Hansestadt Stade

Modern und maritim
So sieht die neue Stadtmarke der Hansestadt Stade aus

jab. Stade. Es wird das neue Erkennungszeichen der Stadt Stade werden: Das neue, moderne und doch klassische Logo löst das alte Symbol nach 25 Jahren ab. Von Anker bis Schaukelpferd lässt die neue Marke viel Spielraum für Interpretation - und das ist sogar gewollt. Mit der neuen Stadtmarke soll eine bessere Innen- und Außendarstellung möglich werden. Bei der Suche nach einer geeigneten Marke wurde zunächst gesammelt, was Stade ausmacht, was das Merkmal, das Besondere an der Hansestadt ist....

Politik
Auf der bislang rein landwirtschaftlich genutzten Fläche soll jetzt Wohnraum entstehen Foto: google/msr

Rat der Gemeinde Jesteburg tagt am 7. Oktober
Die Ortsmitte Itzenbüttels steht auf der Agenda

as. Jesteburg. Über die Entwicklung Itzenbüttels berät der Gemeinderat Jesteburg am Mittwoch, 7. Oktober, um 19 Uhr im Schützenhaus (Am Alten Moor 10) in Jesteburg. Konkret geht es um den Bebauungsplan (B-Plan) "Itzenbüttel-Ortsmitte". Landwirt Christoph Heitmann ("Zeckershoff") möchte auf seinem bislang ausschließlich landwirtschaftlich genutzten Gelände Wohnhäuser realisieren. Geplant ist ein Mehrfamilienhaus mit bis zu acht Wohneinheiten. Außerdem soll das Haupthaus abgerissen und durch...

Blaulicht
In der Staatsanwaltschaft Stade rücken kriminelle Clans jetzt verstärkt in den Fokus

Stade ist Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft
Null Toleranz bei Clankriminalität

tk. Stade. "Das Gefühl, dass es in Niedersachsen Kriminelle gibt, die bei rechtschaffenen Bürgern den Eindruck erwecken, dass sie tun und treiben könnten, was sie wollen, darf es nicht geben." Mit diesen Worten gab Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza (CDU) den Startschuss für die vier neuen Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften Clankriminalität. Eine davon ist in Stade angesiedelt.  Zwei Staatsanwälte werden sich in den jeweils vier Ermittlungseinheiten, neben Stade sind das...

Panorama
In seinem Stall: Landwirt Stefan Isermann aus Toppenstedt
3 Bilder

"Aufeinandertreffen mit Corona wäre Super-GAU"
Landwirte sind bedroht von Auswirkungen von Afrikanischer Schweinepest

ce. Toppenstedt. "Die Pest ist in hiesigen Regionen noch nicht angekommen. Ihre Auswirkungen könnten aber nicht nur für unseren Betrieb mittelfristig existenzbedrohend werden." Das sagt Stefan Isermann (41), der in dritter Generation in Toppenstedt (Landkreis Harburg) Landwirtschaft mit einigen tausend Schweinen betreibt, mit Blick auf die aktuelle Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Die Tierseuche, die Haus- und Wildschweine befällt, hat bislang 35 dieser Vierbeiner in...

Politik
Rainer Schlichtmann hat sich 25 Jahre zum Wohle der Samtgemeinde Harsefeld eingesetzt
4 Bilder

Er übergibt ein gut bestelltes Haus
Nach 25 Jahren als Verwaltungschef in Harsefeld: Rainer Schlichtmann geht in den Ruhestand

jd. Harsefeld. Eine Ära geht heute zu Ende: Dieser Mittwoch ist der letzte Arbeitstag für Rainer Schlichtmann. Am Abend wird der Harsefelder Samtgemeinde-Bürgermeister bei einem Festakt in der Eissporthalle offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Dass seine Amtszeit später einmal als "Ära Schlichtmann" bezeichnet wird, dürfte ziemlich sicher sein. Schließlich hat der 67-Jährige die Geschicke der Samtgemeinde und auch ihrer vier Mitgliedsgemeinden entscheidend geprägt - und das über einen...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen