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Schon zerstört: Anti-Prostitutions-Plakat vor Bordell

"Nichts Ungewöhnliches aufgefallen"

thl. Lüneburg. Lediglich die Aussage von zwei Kripobeamten stand im Mittelpunkt des achten Verhandlungstages gegen den mutmaßlichen Schläger (34), der im Rahmen des Meckelfelder Dorffestes im August 2015 einen Polizisten ins Koma geprügelt haben soll.
Die beiden Fahnder mussten aufgrund eines Beweisantrages der Verteidigung aussagen. Hintergrund: Die Anwälte des Angeklagten wollten wissen, ob die Beamten Zweifel an der Aussage des Hauptbelastungszeugen hatten. Die Antworten dürften zumindest für die Verteidiger ernüchternd gewesen sein: Beide Beamten sagten aus, dass Ihnen nichts Ungewöhnliches an den Zeugen aufgefallen war und sie nicht den Eindruck gehabt hätten, dass er sich aufspielen wolle (wie von den Verteidigern behauptet). "Ich bin davon ausgegangen, dass er allein aufgrund seines Berufes im Sicherheitsdienst ein guter Zeuge ist, der besser hinguckt, als ein normaler Zeuge", so der eine Beamte. Auch, dass der Zeuge unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gestanden habe können, sei beiden Fahndern nicht aufgefallen. Und es habe keine großen Widersprüche in den Aussagen gegeben, die der Zeuge direkt nach der Tat und rund drei Wochen später machte.
Der Prozess geht am Donnerstag, 23. November, um 12 Uhr weiter. Dann soll noch einmal der Hauptbelastungszeuge aussagen. Anschließend sollen - so die derzeitige Planung - die Plädoyers gehalten werden.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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