Polizei bekommt jetzt digitale Dienstausweise

So sieht der neue Dienstausweis aus. Gültig bleiben auch die Kripo-Marken. Der grüne Ausweis ist dagegen ungültig   Foto: Polizei
  • So sieht der neue Dienstausweis aus. Gültig bleiben auch die Kripo-Marken. Der grüne Ausweis ist dagegen ungültig Foto: Polizei
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(thl). In Niedersachsen haben Betrugsdelikte durch falsche Polizisten in den vergangenen fünf Jahren um ein Vielfaches zugenommen. Zählte das Landeskriminalamt (LKA) 2015 noch 236 Fälle, waren es 2020 rund 8.000. Vor dem Hintergrund der steigenden Zahl setzt die richtige Polizei jetzt zum "Gegenangriff" an. Um den Gaunern das Leben möglichst schwer zu machen, werden ab sofort in ganz Niedersachsen die Beamten mit den neuen elektronischen Dienstausweisen ausgestattet. Das moderne Dokument im EC-Kartenformat löst damit den bekannten grünen Dienstausweis ab, der leicht von den Ganoven gefälscht werden konnte.
Innenminister Boris Pistorius (SPD) und Christiana Berg, Polizeipräsidentin der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen (ZPD), stellten das neue Dokument, für das das Land rund 680.000 Euro investiert hat, am Montag auf einer digitalen Pressekonferenz in Hannover vor. Niedersachsen ziehe damit mit anderen Bundesländern, die bereits solche Karten haben, gleich.
Der neue Dienstausweis gilt als extrem fälschungssicher und weist eine Vielzahl an offenen und versteckten Merkmalen auf. Der Dienstgrad und die Dienststelle des Inhabers sind künftig nicht mehr auf dem Ausweis vermerkt. Die ZPD geht davon aus, dass in spätestens zwei bis drei Monaten alle rund 23.500 Beamte und Bedienstete der Polizei ihren neuen Ausweis haben und der alte grüne, 34 Jahre alte Dienstausweis dann Geschichte ist. Wichtig: Die bronzefarbenen Kripomarken bleiben weiterhin gültig.
Thomas Ring, Polizeipräsident der Polizeidirektion Lüneburg, zeigt sich vom neuen Dienstausweis begeistert: "Falschen Polizisten wird ihr Handeln jetzt deutlich erschwert."

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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