Polizei rät: Augen auf beim Autokauf

Worauf man beim Onlinegeschäft achten sollte

(thl). Insbesondere das "Corona-Jahr" 2020 hat den Handel mehr und mehr ins Internet verlegt – das gilt auch für den Kauf von Fahrzeugen. Doch genau hier ist Vorsicht geboten: Nicht jedes Inserat hält, was es verspricht. Die Initiative "Sicherer Autokauf im Internet" von ADAC, Polizei, AutoScout24 und mobile.de informiert, auf welche Aspekte Käufer und Verkäufer beim Online-Handel besonders achten sollten und welche Betrugsmaschen hierzulande gängig sind.
"Ziel unserer Initiative ist es, Menschen langfristig für den sicheren Umgang mit dem Internet-Handel zu sensibilisieren und eine entsprechende Medienkompetenz zu vermitteln", sagt Silvia Schattenkirchner, Leiterin Verbraucherrecht der Juristischen Zentrale des ADAC.
Der "alte" Pkw soll verkauft oder ein neuer Gebrauchter angeschafft werden. Verlockende Angebote gibt es auf den großen Fahrzeugmärkten viele – aber sind alle auch seriös? Es kommt immer wieder vor, dass Betrüger versuchen, ahnungslose Käufer und Verkäufer mit Fake-Inseraten oder falschen Angaben auszutricksen. Um beim Autokauf im Internet auf Nummer sicher zu gehen, sollten Kaufinteressenten einige Dinge beachten und z.B. die Kontaktdaten des Verkäufers checken, das Wunschauto besichtigen und Probe fahren sowie Verträge prüfen und die Zahlungsarten richtig wählen. Und: Nie das gesamte Geld mit zur Besichtigung nehmen.
Einige bekannte Betrugsmethoden verlieren nie an Aktualität. Allerdings tauchen auch immer wieder neue, kreative Maschen auf, die Käufer und Verkäufer in Bedrängnis bringen können. So sammeln beispielsweise professionell anmutende, aber missbräuchliche Social-Media-Seiten von Fake-Autohäusern Daten von Interessenten, um diese anderweitig zu Geld zu machen. Weiterhin werden auf Webseiten von Fake-Autohäusern Fahrzeuge zu Schnäppchenpreisen angeboten, die es gar nicht gibt. Interessenten, die sich darauf einlassen, sehen ihr Geld nie wieder.
"Grundsätzlich sollte man beim Autokauf im Internet bei einem Angebot, das zu gut ist, um wahr zu sein, misstrauisch werden. Dies deutet fast immer auf einen Betrug hin. Machen Sie sich als Käufer bewusst: Niemand verkauft ein gutes Auto unter Wert", sagt Harald Schmidt, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Achtsamkeit gelte auch in Bezug auf die Bezahlmethoden. "Werden Sie unbedingt hellhörig, wenn der Verkäufer Sie auffordert, finanziell in Vorleistung zu gehen", so Schmidt abschließend.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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