Senior beinahe um sein Erspartes gebracht

Immer öfter nutzen Verbrecher die Polizeiuniform, um sich das Vertrauen ihrer Opfer zu erschleichen Foto: thl
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Polizei warnt: "Falsche Polizisten" und "falsche Handwerker" sind wieder vermehrt aktiv

thl. Buchholz. Die Polizei weist darauf hin, dass derzeit erneut vermehrt insbesondere "falsche Polizeibeamte" und "falsche Handwerker" auftreten. Diese versuchen, zumeist ältere Menschen um ihr Erspartes zu bringen.
Erst vor wenigen Tagen erstattete in Buchholz ein älterer Herr Strafanzeige gegen Betrüger. Diese hatten sich am Telefon als Polizisten ausgegeben und ihn aufgefordert, sein Geld aus dem Schließfach der Bank zu holen. Begründung: Der Bankmitarbeiter sei korrupt und es befinde höchstwahrscheinlich nur noch Falschgeld in dem Fach. Das Geld solle er anschließend der Polizei zur Prüfung aushändigen. Der Senior hob bei seiner Bank 50.000 Euro ab. Doch anstatt es im Park den vermeintlichen Beamten zu übergeben, fuhr der Mann direkt zur Polizeiwache. Dort flog die Tat auf.
"Melden die Betrüger sich telefonisch, geben sie sich zumeist als Polizei- oder Kriminalbeamter aus. Durch gezieltes Hinterfragen wird dann versucht, Erkenntnisse über das Vorhandensein und die Aufbewahrungsorte von Geld und Wertgegenständen zu erlangen. Häufig erfolgt dabei der Hinweis auf angeblich festgenommene Einbrecher, bei denen sensible Daten der jeweils Angerufenen aufgefunden worden seien. Es wird in Aussicht gestellt, jemanden zu schicken, der Geld und Wertgegenstände übernehmen und in Sicherheit bringen soll", erklärt Walter Johanßon, Präventionsbeauftragter der Polizeiinspektion Harburg, die Vorgehensweise der Ganoven. "Teilweise werden die Anrufe mit einer für den Angerufenen vorgetäuschten Nummer durchgeführt. Den Angerufenen wird dann suggeriert, es werde vom Polizeinotruf 110 oder einer anderen örtlichen Telefonnummer angerufen. Tatsächlich erfolgen solche Anrufe aber häufig aus dem Ausland."
"Falsche Handwerker" stehen in der Regel unangemeldet vor der Haustür und bieten vermeintlich notwendige Reparaturen am Haus an. Die Arbeiten werden - wenn überhaupt - nicht fachmännisch ausgeführt, sind deutlich überteuert und oftmals verschwinden bei solchen Arbeiten auch andere Wertgegenstände aus den Häusern der Opfer.
Tipps und Hinweise der Polizei:
• Wenn die Polizei Sie anruft, erscheint niemals die Rufnummer 110 im Display
• Polizeibeamte fordern Sie am Telefon nicht zur Über- bzw. Herausgabe von Geld oder Wertgegenständen auf; befragen Sie am Telefon nicht zu persönlichen oder finanziellen Verhältnissen und schon gar nicht nach Geldverstecken; setzen Sie niemals unter Druck.
"Sind Sie sich unsicher, legen Sie einfach den Hörer auf. Nur so werden Sie den Betrüger los. Aufzulegen ist in solchen Fällen nicht unhöflich, sondern wichtig", so der Beamte.
• Unbestellte bzw. unangekündigte Vertreter oder Handwerker bleiben draußen. "Lassen Sie sich Dienst- und Mitarbeiterausweise vorzeigen und prüfen Sie diese sorgfältig", sagt Johanßon. "Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Machen Sie auf sich aufmerksam und bitten Sie gegebenenfalls einen Nachbarn um Hilfe."
In allen Fällen gilt: "Rufen Sie beim kleinsten Verdacht die 110 an. Ihnen unbekannte Besucher warten währenddessen vor der abgesperrten Tür."

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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